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Rettungsschiff "Alan Kurdi" sucht sicheren Hafen

2.12.2019 19:13 Uhr

Das deutsche Rettungsschiff "Alan Kurdi" der Organisation Sea-Eye ist auf der Suche nach einem sicheren Hafen für 69 vor Libyen aufgenommene Flüchtlinge.

Von den ursprünglich 84 Geretteten seien inzwischen 15 nach Italien gebracht worden, sagte der Sprecher der Organisation Sea-Eye, Julian Pahlke, am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Für zehn weitere Flüchtlinge, die als medizinische Notfälle eingestuft worden seien, habe die Organisation in Italien um eine Aufnahme angefragt.

Malta geht nicht ans Telefon

Die "Alan Kurdi" befand sich am Montag in der maltesischen Koordinierungszone für Rettungseinsätze. Die maltesische Rettungsleitstelle sei aber für die Einsatzleitung von Sea-Eye telefonisch nicht erreichbar, kritisierte die Organisation. Deshalb habe sich die "Alan Kurdi" Richtung Italien in Bewegung gesetzt. "Wir sind entsetzt über die Verantwortungslosigkeit europäischer Seenotleitstellen", sagte Pahlke. Die Leitstellen unterliefen ihre "Pflicht, die Rettung zu koordinieren und uns einen sicheren Hafen zuzuweisen".

Mehr als 400 Flüchtlinge gerettet

Die "Alan Kurdi" ist seit Sommer 2018 im Einsatz und rettete nach Angaben von Sea-Eye bisher mehr als 400 Schiffbrüchige aus dem Mittelmeer. Zur 19-köpfigen Crew des Schiffes zählt auch die Bordärztin Barbara Hammerl-Kraus. "Wir können bald nicht mehr für die Gesundheit aller Menschen garantieren", sagte die Ärztin. Die Geretteten seien "durchweg in schlechter Verfassung", mehrere von ihnen fielen in Ohnmacht.

(be/afp)

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