DHA

Rettungskräfte in der Türkei protestieren gegen Gewalt

19.7.2019 8:17 Uhr

Angestellte des Gesundheitswesens in der ägäischen Provinz Izmir haben am 16. Juli eine Pressekonferenz abgehalten, um damit gegen Gewalt in Krankenhäusern zu protestieren, nachdem fünf Ärzte und zwei Krankenschwestern innerhalb einer Woche von Patienten angegriffen worden waren. Auch in der Türkei ist, wie in Deutschland auch, die Gewalt gegen Rettungskräfte ein Problem. Rund 50 Prozent aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben schon gewalttätige Übergriffe erleben müssen.

Der Tropfen, der Fass für das Gesundheitspersonal war es, als ein Arzt von einem Patienten angegriffen wurde, weil er der Person keine Medikamente verschreiben wollte, ohne vorher den Diagnostikprozess zu durchlaufen. Drei medizinische Dachorganisationen haben am 16. Juli im Tepecik Ausbildungs- und Forschungskrankenhaus eine Pressekonferenz abgehalten.

50 Prozent aller Bediensteten im Gesundheitswesen erleben Gewalt

Bei der Pressekonferenz trugen mehr als 100 Beschäftigte im Gesundheitswesen Transparente mit der Aufschrift "Gewalt im Gesundheitswesen muss aufhören" und "Mehr als 50 Prozent der Beschäftigten im Gesundheitswesen sind bei der Arbeit Gewalt ausgesetzt", um damit gegen Gewalt im Gesundheitssektor zu protestieren. "Sicherheitspersonal muss zum Einsatz kommen und Hilfe anbieten, wenn es angerufen wird. Dies ist die Schwäche, die wir hier erlebt haben. Wir möchten, dass die Behörden uns anhören", sagte die Leiterin des Gesundheitsverbandes Izmir, Prof. Dr. Funda Barlik Obuz.

"Die täglichen Auseinandersetzungen mit Patienten und ihren Angehörigen zeigen mehr und mehr Gewalttätigkeiten. Verwandte einiger Patienten haben mich und meine Kollegen körperlich misshandelt", sagte Enis Yigitarslan, einer der Ärzte, die Opfer von Gewalt geworden waren.

(Hürriyet.de)

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