Hürriyet

Rettung entführter Seeleute: Türkei steht in Kontakt mit westafrikanischen Ländern

26.1.2021 14:06 Uhr

Die Türkei hat zu den Nachbarländern Nigerias Kontakt aufgenommen, um ihre 15 Seeleute zu retten, die letzte Woche von einer Gruppe Piraten entführt wurden, sagte Außenminister Mevlüt Cavusoglu. Bisher sei noch kein Lösegeld von der Türkei oder der Reederei gefordert worden.

"Wir stehen mit den regionalen Ländern in Kontakt und verfolgen die Entwicklungen genau", sagte Cavusoglu am 25. Januar vor dem türkischen Parlament.

"Piraten haben sich noch nicht gemeldet"

Piraten hatten vor der westafrikanischen Küste im Golf von Guinea einen aserbaidschanischen Seeman getötet und 15 weitere türkische Staatsbürger gekidnappt. Das Schiff M/V Mozart fuhr unter liberianischer Flagge von der nigerianischen Stadt Lagos nach Kapstadt, als es am 22. Januar angegriffen wurde. Das Schiff schipperte dann nach Gabun und lag in Port Gentil vor Libreville vor Anker. Der türkische Botschafter in Libreville steht in engem Kontakt mit den Behörden in Gabun und halfen, die Leiche des aserbaidschanischen Seemannes in die Türkei zu überführen.

Cavusoglu informierte auch über die Länder, mit denen die Türkei in Kontakt steht, um die Seeleute zu retten. "Piraten haben sich noch nicht gemeldet", sagte er und fügte hinzu: "Präsident Erdogan tut alles, um die entführten Seeleute zu retten." Piratenangriffe in der Region sind keine Seltenheit und mahnen die Reedereien zu besonderer Vorsicht. In der Regel schalten die Piraten nach der Kaperung die GPS-Systeme ab, damit das Schiff nicht lokalisiert werden kann.

(an)

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