Restauration im Sumela Kloster fast beendet

Das Sumela Kloster im Zigana-Gebirge erscheint auf den ersten Blick wie ein Drehort aus "Game of Thrones" – aber es ist viel mehr.

Luftaufnahmen des in den Fels gehauenen Klosters der Demirören Nachrichtenagentur zeigen, wie weit man mit den Restaurationsarbeiten bereits vorangeschritten ist.

11.3.2019 15:22 Uhr

Das Sumela – oder auch "Mutter-Maria-Kloster" (Meryem ana manastiri) im Zigana-Gebirge erscheint auf den ersten Blick wie ein Drehort aus "Game of Thrones" – aber es ist viel mehr.

Dieses geschichtsträchtige Kloster in luftiger Höhe wurde in den Fels geschlagen und ist sowohl für Christen als auch Moslems von großer Bedeutung.

Das Kloster wurde um das Jahr 385 herum erbaut, nachdem eine vom Evangelisten Lukas gemalte Ikone in einer Höhle entdeckt worden sei. Um das Jahr 500 herum wurde es durch Kaiser Anastasios zu einem Kloster ausgebaut, welches später einem Feuer zum Opfer fiel. Und das gleich mehrmals. Aber immer wieder wurde es wiederaufgebaut, manchmal allerdings mehr schlecht als recht.

Seit vier Jahren wird das Kloster restauriert

Sein heutiges Aussehen erhielt das Sumela Kloster im 19. Jahrhundert, als vor die eigentliche Felsenkirche mehrere Gebäude mit Mönchszellen gebaut wurden. Die Reliquien des Klosters wurden nach Griechenland gebracht, und das Kloster ging erneut in Flammen auf. Von 1930 bis 1972 wurde das Kloster mehr oder weniger sich selbst überlassen und verfiel immer weiter, bis die türkische Regierung es als Nationalerbe unter Schutz stellte.

Seit rund vier Jahren wurde das Sumela Kloster mit großem Aufwand restauriert, und die Arbeiten sind kurz vor der Fertigstellung. Am 18. Mai, dem Tag des Museums, sollen Teile des Klosters wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Das Sumela-Kloster liegt im Zigana-Gebirge im Altindere Nationalpark, rund 45 Kilometer südlich der Schwarzmeerstadt Trabzon.

Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy zu Besuch im Sumela Kloster
(Berna Ehrhardt)