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Republikanischer Abgeordneter verteidigt "weiße Vorherrschaft"

12.1.2019 10:52 Uhr

In einem Inverview wundert sich der republikanische US-Abgeordnete King darüber, seit wann "weißer Nationalist" etwas beleidigendes wäre und verteidigte die "Weiße Vorherrschaft" ("White Supremacy"). Jetzt bekommt er mächtig Gegenwind. Steven King, Abgeordneter aus Iowa verteidigte in einem Interview die "weiße Vorherrschaft" und damit eine neue Rassismus-Debatte bei den Republikanern ausgelöst. Jetzt meldete sich der einzige schwarze Abgeordnete der Republikaner, Tim Scott aus South Carolina, zu Wort.

Scott erwiderte darauf in einer Kolumne der "Washington Post": "Wenn Leute mit ähnlichen Meinungen wie die von King den Mund aufmachen, schaden sie nicht nur der Republikanischen Partei, sondern auch der Nation insgesamt." Einige in der Partei stellten die Frage, warum die Republikaner ständig des Rassismus bezichtigt würden. Das komme "von unserem Schweigen" zu derartigen Äußerungen. Der republikanische Minderheitsführer im Repräsentantenhaus Kevin McCarthy sagte zu Kings Äußerungen, diese hätten "in unserer Gesellschaft keinen Platz". Sie seien "gefährlich" und "falsch".

Auch Jeb Bush äußert sich kritisch

Jeb Bush, amerikanischer Politiker und Sohn des kürzlich verstorbenen ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush, äußerte sich auf Twitter deutlich: "Es reicht nicht aus, Steve Kings unrühmliche, rassistische Äußerung zu verurteilen. Republikanische Führer müssen einen würdigen Hauptgegner aktiv unterstützen, um King zu besiegen, weil er nicht den Anstand hat, zurückzutreten.", twitterte der Republikaner.

(Screenshot: Twitter/@JebBush)

Muslimischer Amtsträger darf trotz Kampagne bleiben

Unterdessen scheiterte die Kampagne einiger Republikaner in Texas, die einen muslimischen Amtsträger wegen seiner Religion seines Parteipostens entheben wollten. Am Donnerstagabend beschloss die Leitung der Partei in Tarrant County bei Dallas, dass der Chirurg Shahid Shafi weiterhin Vize-Präsident der örtlichen Republikaner bleibt. Eine Facebook-Gruppe mit dem Namen "Schützt Texas" hatte seit dem vergangenen Juli Shafis Abberufung gefordert.

(be/afp)