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Renault-Nachfolge: Paris fordert schnellen Beschluss über Ghosn-Nachfolge

16.1.2019 20:56 Uhr

Die französische Regierung fordert eine Entscheidung über die Nachfolge des inhaftierten Carlos Ghosn beim französischen Automobil-Hersteller Renault innerhalb der nächsten Tage. Schließlich hält der Staat 15,01 Prozent an dem Unternehmen.

Wirtschaftsminister Bruno Le Maire sagte am Mittwochabend dem Sender LCI, seine Regierung wolle, dass der Renault-Verwaltungsrat "in den kommenden Tagen" zusammenkomme, um über "eine dauerhafte neue Führung" zu entscheiden. Der französische Staat hält 15,01 Prozent an Renault.Ghosn sitzt seit dem 19. November in Tokio in Untersuchungshaft. Sein Antrag auf Freilassung gegen Kaution wurde am Dienstag zurückgewiesen. Er soll in Japan jahrelang ein viel zu niedriges Einkommen deklariert und sich an Firmenkapital von Nissan bereichert haben. Ihm wird außerdem vorgeworfen, persönliche Verluste bei Investitionen auf Nissan übertragen zu haben. Als Chef von Nissan und Mitsubishi wurde Ghosn bereits abgesetzt. Beim Renault-Konzern, der mit den beiden japanischen Autobauern eine Allianz bildet, ist er aber weiterhin Vorstandschef.

(be/afp)

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