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Remis bei Rumpelkick zwischen Konya und Malatya

10.2.2019 13:37 Uhr, von Chris Ehrhardt

Konyaspor und Malatyaspor haben sich in der Saison 2018/2019 der türkischen Süper Lig im oberen Drittel etabliert. Und das Team, das auch ganz oben dranbleiben wollte, musste das Duell der direkten Wettbewerber hinter Basaksehir, Galatasaray und Besiktas Istanbul unbedingt gewinnen.

In Konya wurde nicht lange abgewartet, sondern sofort losgelegt. Und es ging auf dem Platz richtig zur Sache. Ständig lagen Spieler am Boden. Mina von Malatya in der 9. Minute, nachdem im Zweikampf der Socken draufgehalten wurde. In der 11. Minute erwischte es Büyük. Zimperlich ging es in und von Konya nicht zu. Das spielerische Element kam dabei natürlich erfahrungsgemäß wesentlich zu kurz und so waberten die ersten 45 Minuten blutleer dahin, ohne dass die Zuschauer im zu rund zur Hälfte gefüllten Stadion von Konya echte Torszenen von Brisanz sahen.


Fahrt nahm erst die Verlängerung der ersten Hälfte auf, die mit vier Minuten angerissen wurde und dann doch weit länger dauerte. Wieso? In der 52. (!) Minute gab es Elfer für Konya. Einer aus der Kategorie "lächerlich". Kein Kontakt und Jevtovic hob schon vorher ab, ohne getroffen worden zu sein. Der Video-Ref kam ins Spiel und dann wurde der Elfer auch folgerichtig zurückgenommen. Jevtovic fing sich den gelben Karton wegen der peinlichen Schwalbe ein und Schiri Halil Umut Meler pfiff endlich nach 57 Minuten die erste Hälfte ab.

Würde die zweite Hälfte besser als die ersten 45 Minuten?

Es schien, als würde die zweite Halbzeit da anknüpfen, wo die ersten 45 Minuten endeten. Es dauerte bis zur 60. Minute, dass zumindest die Malatya-Fans auf ihre Kosten kamen, als Bifouma einen Schuss an den Torposten setzte. Der, der sich wirklich "voll reinhängte", war der Kommentator von "beIN Sports", der das Spiel kommentierte, als würde er live das Endspiel um die Fußball-Weltmeisterschaft verfolgen. Schade, dass die Spieler beider Teams das auf dem Platz nicht zeigen konnten. In der 74. Minute hatten dann die rund 50 mitgereisten Fans aus Malatya Grund zum Jubel. Ildiz setzte sich auf der rechten Seite durch, zog den Ball nach innen und da kam aus dem Rückraum Aleksic an und zirkelte die Kugel ins Tor - 0:1 in Konya. Konyaspor griff dann wütend an. Könnte Malatyaspordie entstehenden Lücken nutzen?

Konya drückte und in der 83. Minute schien sich das Bemühen auszuzeichnen. Pass in die Box, Jahovic ging durch und fiel. Keeper Farnolle sollte gefoult haben. Video-Schiedsrichter? Fehlanzeige. So trat dann Jahovic selbst an und machte den Ausgleich. Das war ein Elferpfiff, den sollte man sich bitte noch oft und intensiv anschauen. Ali Turan sprach in der 87. Minute den Unparteiischen wegen eines Fouls an und sah den gelben Karton. Aleksic hatte in der 89. Minute eine Schusschance, aber Kirintili im Kasten von Konya konnte den Schuss im Nachfassen halten. Die Szene des Spiels kam in der 91. Minute. Der eingewechselte Sismanoglu schaffte es nicht, den Ball aus fünf (!) Metern nach Zuspiel von Kamara im leeren Tor von Konyaspor unterzubringen, sondern zielte daneben. Das war eine echte Kunst. Den letzten Aufreger gab es in der 97. Minute - obwohl nur fünf Minuten nachgespielt werden sollten - als wieder der Video-Ref bemüht werden musste, ob es ein Handspiel im Strafraum von Malatya gab. Das war nicht der Fall und so blieb es beim Remis, das beiden Teams wenig hilft.

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