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Religion darf Hass nicht rechtfertigen

20.8.2019 21:18 Uhr

Frank-Walter Steinmeier hat davor gewarnt, Religion für politische Zwecke zu missbrauchen. "Religion darf niemals Rechtfertigung von Hass und Gewalt sein. Kein Krieg darf geführt werden im Namen der Religion", sagte Steinmeier in seiner Eröffnungsrede bei der 10. Weltkonferenz von Religions for Peace am Dienstag in Lindau am Bodensee.

Statt "Anlass für Unfrieden und Krieg" zu sein, sollten Religionen als "Werkzeuge des Friedens" agieren, so der Bundespräsident. "Von ihrem eigenen Anspruch her müssten sich die Religionen zur energischen Mitarbeit an der Verwirklichung der Entwicklungsziele der Vereinten Nationen aufgerufen fühlen."

900 Delegierte aus 100 Ländern

Zum interreligiösen Treffen der Nichtregierungsorganisation Religions for Peace werden etwa 900 Delegierte aus mehr als 100 Ländern erwartet, darunter Religionsvertreter, Politiker und Mitarbeiter internationaler Organisationen. Bis zum 23. August wollen sie an Konfliktlösungen und gewaltpräventiven Friedensmaßnahmen arbeiten. "Diese Versammlung ist ein Hoffnungszeichen in einer aufgewühlten Welt", sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm.

(an/dpa)

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