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Religiös motivierte Straftaten sind deutlich zurückgegangen

27.5.2020 12:16 Uhr

Die religiös motivierten Straftaten sind in Deutschland laut einer polizeilichen Kriminalstatistik deutlich zurückgegangen. Demnach gingen diese im Jahr 2019 um 27 Prozent auf nun 425 Straftaten zurück.

Ein Grund dafür könnte die Ernüchterung sein, die nach dem Niedergang des sogenannten Kalifats der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und dem Irak auch bei einigen Islamisten um sich gegriffen hat. Zudem waren in den Jahren zuvor mehrere extremistische Islamisten-Vereinigungen verboten worden - wie etwa 2017 der "Deutschsprachige Islamkreis Hildesheim".

Islamfeindliche Angriffe haben zugenommen

Insgesamt hat politisch motivierte Kriminalität im vergangenen Jahr in Deutschland aber rasant zugenommen - vor allem von Tätern aus dem rechten und linken Spektrum. Die Zahl der Straftaten stieg 2019 insgesamt um rund 14 Prozent auf 41.177 Taten an.

Bei den antisemitischen Straftaten verzeichneten die Behörden einen Anstieg um 13 Prozent auf 2032 Delikte. Davon waren nach Erkenntnissen der Polizei 93 Prozent rechts motiviert. Die Zahl der als islamfeindlich eingestuften Straftaten stieg im gleichen Zeitraum laut Polizeistatistik um 4,4 Prozent auf 950 Delikte.

Bei der Statistik zur politisch motivierten Kriminalität handelt es sich um eine sogenannte Eingangsstatistik. Das heißt, die Straftaten werden bereits beim ersten Anfangsverdacht erfasst. Der Jahresbericht wird heute offiziell von Innenminister Horst Seehofer (CSU) und BKA-Präsident Holger Münch vorgestellt.

(bl/dpa)

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