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Rekorde bei Badesee-Sperrungen im letzten Sommer

11.8.2019 18:22 Uhr

Lange Hitzesommer sorgen für riesige Probleme in den heimischen Seen. Extreme Temperaturen sind das optimale Umfeld für Blaualgen und viele Bakteriensorten, mit denen man als Badegast nicht unbedingt in Kontakt kommen will. Das sorgte im letzten Jahr 2018 dafür, dass so viele Seen wie nie zuvor für den Badebetrieb gesperrt werden musste. 47 Badeverbote gab es und damit fast die dreifache Anzahl im direkten Vergleich mit 2017.

Der Hitzesommer 2018 hat zu einer Rekordzahl von Badeverboten wegen Blaualgenblüten geführt. Im vergangenen Jahr meldeten die Länder 47 Badeverbote wegen erhöhten Aufkommens an Blaualgenblüten - 2017 gab es lediglich 18 solcher Verbote, wie der "Tagesspiegel" (Montagsausgabe) unter Berufung auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Grünen-Anfrage berichtete. Von 2011 bis 2016 wurden demnach jeweils nie mehr als 15 Badeverbote gemeldet.

Hitze lässt die Seen kippen

Die Grünen-Naturschutzexpertin Steffi Lemke wertete die Entwicklung als Beleg, dass die Klimakrise sich auf alle Lebensbereiche auswirke. "Statt kühler Erfrischung drohen in Hitzesommern wie 2018 in Zukunft Badeverbote", sagte Lemke der Zeitung. Blaualgen und andere Bakterien profitierten von den Extremwetterereignissen und den nährstoffbelasteten Gewässern.

Lemke kritisierte in diesem Zusammenhang die Bundesregierung. Diese lege "seit Jahren die Hände in den Schoss, wenn es um wirksame Maßnahmen gegen die Vergüllung in der Landwirtschaft und unsere Badeseen geht". Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) blockiere "weiterhin eine Düngeverordnung, die EU-Recht einhält und unsere Gewässer und das Grundwasser schützt".

(ce/afp)

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