IMAGO / Winfried Rothermel

Rekord-Anstieg der Rente mit 63

1.2.2021 12:33 Uhr

In Deutschland gab es noch nie so viele Anträge auf Frührente mit 63 Jahren wie im vergangenen Jahr. Knapp 261.000 Anträge wurden von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) bewilligt. Das sei ein neuer Rekord, so die DRV. Die Bundesregierung rechnete dagegen mit 200.000 Antragstellern.

Immer mehr Menschen in Deutschland gehen in Frührente. Die abschlagsfreie Rente mit 63 ist so verlockend, dass im vergangenen Jahr ein neuer Rekord aufgestellt wurde. Erstmals bewilligte die Deutsche Rentenversicherung (DRV) im vergangenen Jahr 260.932 Rentenanträge mit 63. Diese machten 18 % der 2020 gestellten Rentenanträge aus, berichtete „Bild” unter Berufung auf Informationen der Deutschen Rentenversicherung. Somit stieg die Zahl der Frührentner in Deutschland auf 1.6 Millionen. Das sind 300.000 mehr als die Bundesregierung berechnet hatte. Sie ging von 200.000 Antragstellern pro Jahr aus. Nach Angaben der DRV erhielten 2020 ca. 21. Millionen Menschen Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung.

Rentenalter steigt auf 67 Jahren

Ab Geburtsjahrgang 1964 liegt in Deutschland für alle Arbeitnehmer das Renteneintrittsalter beim 67. Lebensjahr. Arbeitnehmer mit versicherungspflichtigen Beschäftigungszeiten von 45 Jahren können mit 63 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen. Seit Juli 2014 können nur noch Senioren eine Frührente mit 63 Jahren mit einem Abschlag in Anspruch nehmen, wenn sie mindestens 35 Beitragsjahre in der gesetzlichen Renvenversicherung vorweisen können. Ein vorzeitiger Ruhestand führt zu einer Kürzung der Rente um 0,3 % für jeden Monat, der vor dem regulären Rentenalter ausgezahlt wird. Das bedeutet, wer zwei Jahre vor dem regulären Renteneintrittsalter in den Ruhestand geht, bekommt 7,2 % weniger Rente.

(Ayhan Can)

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