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Reisewarnung für chinesische Provinz

28.1.2020 15:38 Uhr

Seit diesem Dienstag warnt die Bundesregierung vor Reisen in die zentralchinesische Provinz Hubei, von der aus sich das neuartige Coronavirus ausbreitet. Bisher hatte das Auswärtige Amt nur von Reisen in die Region um die Millionenstadt Wuhan abgeraten.

Jetzt heißt es auf der Internetseite des Ministeriums: "Vor Reisen in die Provinz Hubei wird gewarnt." An anderer Stelle heißt es aber trotzdem weiterhin: "Das Risiko für deutsche Reisende in Wuhan wird als moderat eingeschätzt."

Mehr als 100 Tote in China

Nach Angaben des Auswärtigen Amts befinden sich in der Region 90 Deutsche und Angehörige. Derzeit wird eine Evakuierungsaktion für sie geprüft. Das neuartige Coronavirus kann eine Lungenkrankheit auslösen, an der im Hauptverbreitungsland China bereits mehr als 100 Menschen gestorben sind - die meisten davon waren ältere Patienten mit schweren Vorerkrankungen. Die Gesamtzahl der weltweit bekannten Erkrankungen ist inzwischen auf mehr als 4500 gestiegen. Auch in Deutschland wurde eine erste Infektion festgestellt.

Reisewarnungen sind als dringender Appell des Auswärtigen Amts zu verstehen, Reisen in ein Land oder in eine Region eines Landes zu unterlassen. Sie werden nur bei einer akuten Gefahr für Leib und Leben ausgesprochen und sind daher selten. Die meisten Reisewarnungen betreffen Bürgerkriegsgebiete wie Syrien, Afghanistan oder Mali. Derzeit gelten für 26 Länder Reisewarnungen oder Teilreisewarnungen für bestimmte Regionen.

(an/dpa)

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