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"Cooperation Türkischer Reisebüros" bereit zu Protesten

8.6.2020 10:36 Uhr

Es sind momentan nicht nur die Urlauber, die in die Türkei reisen möchten, die wie auf glühenden Kohlen sitzen und eine Entscheidung bezüglich der Reisewarnung in die Türkei warten. Auch die Reisebüros, durch das Coronavirus in diesem Jahr bereits besonders gebeutelt, möchten endlich Klarheit. Die Cooperation türkischer Reisebüros (COOP TRR) ist nun offensichtlich nicht mehr bereit, auf Antworten länger zu warten. Sollte bis zum 12. Juni keine Lösung gefunden werden, sei man bereit für Protestaktionen, so der Vorstandsvorsitzende Cumhur Sefer.

In einer Pressemitteilung drückte der Vorstandsvorsitzende Sefer die Freude darüber aus, dass die Reisewarnungen innerhalb der EU zum 15. Juni aufgehoben werden - kritisierte aber gleichzeitig die Tatsache, dass dies für die Türkei noch nicht geschehen sei. Man könne nicht verstehen, warum die Reisewarnung für Länder wie Spanien oder Italien aufgehoben würden, während die Reisewarnung für die Türkei, die sich als erfolgreicher im Kampf gegen das Coronavirus gezeigt habe, bestehen bleibt, so Sefer. Man fordere im Tourismus eine Gleichbehandlung.

Zudem ginge es nicht nur um deutsche Urlauber, die gerne in die Türkei reisen würden, sondern auch um rund 3,5 Millionen Türkischstämmige, die in die Heimat reisen wollen. Für viele Türkischstämmige in Europa sei es ein Grundbedürfnis, in ihre Heimat zu fliegen und die Familie zu besuchen zu dürfen.

Proteste ab dem 12. Juni 20

Rund 1000 türkische Reisebüros kämpfen bereits durch die Pandemie ums Überleben. Wenn die Reisewarnung nicht bald fallen würde, könnte sich diese Krise in der Reisebranche nur noch weiter verschlimmern, so Sefer. "Wir als COOP TRR laden die türkische und deutsche Regierung dazu ein, in Bezug auf die Wiederaufnahme von Reisen zu einer Einigung zu gelangen".

Sollte das Problem bis zum 12. Juni nicht gelöst werden, sei man bereit, Protestaktionen und Kampagnen zu starten. Im Falle keiner Lösung werde man in verschiedenen deutschen Städten zu Demonstrationen aufrufen und über die Sozialen Medien Kampagnen starten.

Innenminister Seehofer: Einreiseverbot für Menschen aus Drittstaaten bis 1. Juli?

Der deutsche Innenminister Horst Seehofer verkündete am Freitag nach der Video-Konferenz mit seinen EU-Kollegen, dass das weitgehende Einreiseverbot für Menschen aus Drittstaaten um 14 Tage bis zum 1. Juli verlängert werden könnte. Die EU-Kommission werde hierzu in der nächsten Woche einen Vorschlag einbringen.

Zuletzt aktualisiert : 6/8/2020 11:03 Uhr, Titel angepasst

(be)

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