DHA

Reichlich Betrieb in Städten vor der Ausgangssperre in der Türkei

17.4.2020 11:59 Uhr

Die Menschen in der Türkei gingen auf die Straße, um vor dem Wochenende noch schnell einzukaufen oder etwas Sonne zu tanken, bevor um 0.00 Uhr Ortszeit (23 Uhr MESZ) in 31 türkischen Provinzen eine Ausgangssperre von 48 Stunden wegen des Coronavirus in Kraft tritt. Rund 64 Millionen Einwohner in der Türkei werden von der Wochenend-Ausgangssperre betroffen sein – knapp 80 Prozent der türkischen Bürgerinnen und Bürger müssen bis Sonntagnacht in ihren Häusern bleiben.

Das Innenministerium hat erklärt, dass Bäckereien, Apotheken sowie private und öffentliche Gesundheitseinrichtungen während der Sperrung geöffnet sein werden. Das Ministerium kündigte außerdem an, dass Polizei und Gendarmerie in diesen 31 Provinzen Inspektionen durchführen würden, um festzustellen, ob an überfüllten Orten wie Märkten, Bäckereien, Tankstellen und öffentlichen Verkehrsmitteln vor der Ausgangssperre Regeln zur sozialen Distanzierung eingehalten werden und ob Menschen Gesichtsmasken tragen. Wer gegen die Regeln verstößt, wird bestraft.

Kreative Schreibweise von Gucci (Bild: dha)

Volle Märkte überall

Trotz der Warnungen von Beamten bezüglich sozialer Distanzierung und der Forderung, zu Hause zu bleiben, versammelte sich eine große Anzahl von Menschen in den Straßen der Istanbuler Bezirke, um sich auf die Sperrung dieses Wochenendes vorzubereiten und das Wetter zu genießen – oder um einkaufen zu gehen. Einige Käufer auf dem freien Markt im Bezirk Esenler ignorierten die Regeln, nach denen sie keine Produkte anfassen sollten. Desinfektionsmittelspender werden am Markteingang installiert und Standinhaber verteilen Handschuhe an ihre Kunden.


"Manche Leute reagieren, wenn wir ihnen Handschuhe geben. Sie kümmern sich vielleicht nicht um ihr eigenes Leben, aber sie sollten auf das anderer Menschen achten", sagte ein Standinhaber. Die Menschen standen am Freitag bereits in langen Schlangen vor Apotheken, Gemüsehändlern und Supermärkten im Bezirk Sisli. In der Nachbarschaft von Kasimpasa stellten sich die Verbraucher an, um gemischte Nüsse zu kaufen. Im Stadtteil Ümraniye strömten die Menschen in die Fußgängerzone, in der es viele Geschäfte gibt. Vor Bankfilialen bildeten sich lange Schlangen.

Reger Verkauf an Obst- und Gemüseständen (Bild: dha)
(ce)

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