epa/Najeeb Almahboobi

Regierungstruppen vor der Hafenstadt Aden

28.8.2019 20:43 Uhr

Rund drei Wochen nach einer schweren Niederlage im Süden Jemens sind Regierungstruppen in die strategisch wichtige Hafenstadt Aden vorgedrungen. Sie hätten die Vororte erreicht und den internationalen Flughafen von Separatisten zurückgewonnen, hieß es am Mittwoch aus Sicherheitskreisen. Die Separatisten hätten sich nach Kämpfen ergeben.

Auch der Informationsminister der internationalen anerkannten Regierung, Muammar al-Irjani, erklärte auf Twitter, die Armee sei auf das Gelände des Flughafens vorgedrungen. Bereits zuvor hatten die Truppen die benachbarte Provinzhauptstadt Sindschibar nach heftigen Kämpfen erobert.

Die Separatisten des Südlichen Übergangsrates (STC) hatten Mitte des Monats zentrale Posten in Aden besetzt, darunter den Präsidentenpalast. Sie rückten auch in umliegenden Gebieten vor. Der STC strebt die Abspaltung des Südjemens an. Vor der Vereinigung 1990 bestand der Jemen aus zwei Staaten mit Aden als Hauptstadt des Südstaates.

Spannungen zwischen Saudi-Arabien und Vereinigte Arabische Emirate

Der Vormarsch der STC-Truppen sorgte für starke Spannungen zwischen den verbündeten Golfstaaten Saudi-Arabien und Vereinigte Arabische Emirate (VAE). Während Riad die internationale Regierung unterstützt, fördern die VAE die Separatisten im Süden des Landes.

Die beiden Golfstaaten kämpfen im Jemen eigentlich gemeinsam gegen die Huthi-Rebellen. Die Huthis hatten 2014 große Gebiete im Norden des Jemens eingenommen und die Regierung aus der Hauptstadt Sanaa vertrieben. Diese erklärte daraufhin Aden zur vorübergehenden Hauptstadt. Saudi-Arabien und die VAE sehen in den Huhtis einen Verbündeten ihres Erzfeindes Iran. Im Süden des Jemens verfolgen die beiden Golfstaaten hingegen unterschiedliche Interessen.

(an/dpa)

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