epa/Andre Catueira

Regierung und Opposition in Mosambik unterzeichnen Friedensvertrag

1.8.2019 19:33 Uhr

Die Regierung in Mosambik hat nach dem Ende des Bürgerkriegs vor 27 Jahren ein endgültiges Friedensabkommen mit der bewaffneten Oppositionspartei Renamo unterschrieben. Das am Donnerstag im Nationalpark Gorongosa unterzeichnete Abkommen soll die seit 2012 immer wieder aufflammende Gewalt im Lande beenden und Renamo-Kämpfer nach deren Entwaffnung in die Streitkräfte, die Polizei und Sicherheitskräfte integrieren.

Es macht den Weg frei für die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen im Oktober, bei denen die Renamo sowie auch die seit der Unabhängigkeit von Portugal 1975 herrschende Regierungspartei Frelimo antreten.

Erbitterter Bürgerkrieg in den 1980er Jahren

In Mosambik herrschte in den 1980er Jahren ein erbitterter Bürgerkrieg, bei dem fast eine Million Menschen starben. 1992 schlossen dann die Regierungspartei Frelimo und die Renamo Frieden. Danach herrschte im Land ein relativ stabiler Frieden, bevor es aber ab 2012 erneut zu Spannungen gekommen war. Beide Seiten einigten sich dann 2016 auf eine Waffenruhe, die nun in ein Friedensabkommen mündete. Der langjährige Renamo-Chef Afonso Dhlakama starb im Mai 2018, und sein Nachfolger Ossufu Momade übernahm die Führung. "Die Familie der Mosambikaner ist wieder in Frieden vereint", sagte Momade.

Präsident Filipe Nyusi äußerte sich ähnlich. Er sprach von einem historischen Augenblick. Er hatte zuvor eine Amnestie bekanntgegeben. Nach Angaben von Menschenrechtsgruppen flohen zwischen 2012 und 2016 Zehntausende Menschen vor der Gewalt in dem Land.

(an/dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.