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Regierung in Ankara will Fischverkauf fördern

13.8.2020 16:33 Uhr, von Andreas Neubrand

Die türkische Regierung hat den Verkauf von Fisch mit Anreizen gefördert, um den Verbrauch während des jährlichen viereinhalbmonatigen Fischereiverbots zu erhöhen, das bis Ende dieses Monats aufgehoben wird, sagte der Landwirtschaftsminister.

Das Ministerium für Land- und Forstwirtschaft hat im April beschlossen, verarbeitete und gefrorene Fischereierzeugnisse annähernd zu den Produktionskosten auf den heimischen Markt zu bringen. Das sagte Bekir Pakdemirli in einer schriftlichen Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des Abgeordneten der Republikanischen Volkspartei (CHP) Ömer Fethi Gürer.

Fischereisaison zwischen 15. April und 1. September

In der Türkei endet die Fischereisaison am 15. April und ist bis zum 1. September verboten. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie wurde einigen Fischerbooten der Fischfang im Schwarzen Meer, Ägäis, Mittelmeer und Marmarer Meer weiterhin gestattet, da seit März die Bestände eingebrochen waren.

Vom 3. bis 7. April war der Verkauf von Seebrassen und Seebarsch, vom 15. bis 17. April der Verkauf von türkischem Lachs und vom 21. bis 22. April der von Forellen genehmigt worden.

Fischereiproduktion stieg um 33,1 Prozent

2019 stieg der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch in der Türkei um 2 Prozent auf 6,25 Kilogramm. Laut OEZD liegt der weltweite Pro-Kopf-Verbrauch bei rund 20 Kilogramm pro Kopf.

Die Fischereiproduktion in der Türkei stieg im vergangenen Jahr um jährlich 33,1 Prozent, teilte das türkische Amt für Statistik (TÜIK) im Juni mit. Das sind 836.524 Tonnen.

Sardellen bei Türken am beliebtesten

"Die gesamte Fischereiproduktion besteht aus 44,8 Prozent gefangenen Fischen, 6,8 Prozent aus anderen Meeresprodukten und 3,8 Prozent aus Binnenwasserprodukten. 44,6 Prozent der Fänge stammen aus Aquakulturen."

Die beliebtesten Seefische der Türken sind Sardellen mit 262.544 Tonnen, gefolgt von Sprotten mit 38.078 Tonnen und Sardinen mit 19.110 Tonnen.

Klimawandel schuld an Fischrückgang

Experten machen Umweltverschmutzung, den Klimawandel und Überfischung für die abnehmende Anzahl der letzten Jahrzehnte gefangenen Fische verantwortlich. Auf den türkischen Fischmärkten wurde ein Baby-Thunfisch zwischen 7,5 und 10 türkische Lira verkauft. Ein Kilo Seebarsch kostet 28 Lira.

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