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Redeverbot für Lindner an Uni Hamburg

22.10.2019 21:24 Uhr

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner wollte im November an der Universität Hamburg in den politischen Diskurs mit der "Liberalen Hochschulgruppe" treten. Das hat die Uni Hamburg untersagt und dem FDP-Chef einen Maulkorb verpasst. Eine Begründung soll Lindner nicht mitgeteilt worden sein, woraufhin er Beschwerde bei der Wissenschaftssenatorin der Hansestadt, Katharina Fegebank von den Grünen, einlegte.

Er halte es für «höchst bedenklich», dass die Uni Debatten ihrer Studentinnen und Studenten mit Politikern wie ihm ablehne, heißt es in dem Brief, der der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. «Ich fordere Sie daher auf, mit der universitären Selbstverwaltung das Gespräch zu suchen und dafür Sorge zu tragen, dass auch die Universität Hamburg wieder zum Ort des lebendigen politischen Meinungsaustauschs werden kann.»

Lindner empört über Katharina Fegebank

Laut Lindner ging es um eine Diskussionsveranstaltung der Liberalen Hochschulgruppe im November. Er habe in den vergangenen Jahren an Dutzenden Veranstaltungen dieser Art an Hochschulen in Deutschland teilgenommen. In der vergangenen Woche hatten an der Universität Hamburg lautstarke Proteste die erste große Vorlesung des AfD-Mitbegründers Bernd Lucke seit dessen Rückkehr in den Lehrbetrieb verhindert. Am Tag darauf konnte er dann aber ein Seminar geben.

Lindner warf Fegebank am Dienstag vor, sie habe sich schon im Fall Lucke nicht zu einer klaren Positionierung bewegen lassen. Sie müsse jetzt einmal ihre Meinung klarstellen. «Es verdichtet sich der Eindruck, dass Frau Fegebank nur die Meinungen toleriert, die ihrer eigenen entsprechen», sagte Lindner in Berlin. «Die Hochschule ist aber offen für den demokratischen Austausch mit Allen.»

(ce/dpa)

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