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Rechtsstreit um Nationalhymnen-Protest: Kaepernick und Reid erzielen Einigung mit NFL

16.2.2019 8:51 Uhr

Gab es eine unlautere Absprache, dass Colin Kaepernick und Eric Reid nach ihren Protesten gegen Polizeigewalt gegen Schwarze keinen Job mehr bekamen? Man wird es nie genau wissen, denn die amerikanische Football-Liga NFL hat im Rechtsstreit mit den beiden Spielern eine außergerichtliche Einigung erzielt. Dies bestätigte die US-Profiliga in einer Mitteilung.

"Die Parteien haben sich dazu entschlossen, im anhaltenden Rechtsstreit eine Lösung herbeizuführen. Die Einigung unterliegt einer Stillschweigepflicht und wird daher von keiner Seite weiter kommentiert werden", erklärte die Liga.

Alle "Hurensöhne" sollten gefeuert werden?

Kaepernick, der im Jahr 2016 als erster Spieler während der Nationalhymne an der Seitenlinie protestierte, hatte im Oktober 2017 Klage gegen die Liga wegen unlauterer Absprache eingereicht. Der ehemalige Quarterback der San Francisco 49ers beschuldigt die NFL einer internen Absprache aufgrund derer er keine weitere Beschäftigung in der Liga erhalten hatte. Reid schloss sich Kaepernicks Klage im Mai 2018 an.

Bei den Protestaktionen knieten Kaepernick und andere Spieler während der Nationalhymne und hatten damit eine landesweite Debatte losgetreten, in die sich schließlich auch Präsident Donald Trump einschaltete. Trump hatte die NFL-Clubs sogar aufgefordert, alle "Hurensöhne" zu feuern, die nicht für die Nationalhymne aufstünden. Kaepernicks Aktionen führten vereinzelt auch zu Protesten in anderen Sportligen.

(be/dpa)

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