Symbolbild: imago/Jonas Walzberger

Rechtskräftig: Raser wegen Mord verurteilt

1.3.2019 14:40 Uhr

Erstmals hat der Bundesgerichtshof eines Rasers wegen Mordes bestätigt. Konkret dreht es sich um den Fall eines Mannes in Hamburg, der betrunken und ohne Führerschein einen Menschen totgefahren und zwei weitere schwer verletzt hat, berichtet die ARD.

Vor zwei Jahren stahl der 24-jährige Täter ein Taxi. Ohne Führerschein und betrunken setzte er sich hinters Steuer und fuhr los, bis ihn ein Streifenwagen verfolgte. Um die Polizei abzuhängen, raste er mit bis zu 155 km/h durch das nächtliche Hamburg.

Mit 130 km/h ins Großraumtaxi gerast
Dabei überfuhr er mehrere rote Ampeln und fuhr auf die dreispurige Gegenfahrbahn, bis er die Kontrolle verlor. Dabei raste er mit 130km/h in ein Großraumtaxi. Ein Passagier starb und die anderen Insassen, inklusive des Fahrers überlebten mit teils schweren Verletzungen.

Der Fahrer wurde anschließend vom Landgericht Hamburg wegen Mordes sowie zweifachem Mordversuch zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann mit bedingtem Tötungsvorsatz gehandelt habe und den Tod anderer billigend in Kauf genommen. Der Bundesgerichtshof folgte den Kollegen aus Hamburg. Damit ist das Urteil rechtskräftigt. Es ist der erste Fall, bei dem ein Gericht einen Raser wegen Mord verurteilt, so der Rechtsexperte der ARD, Klaus Hempel.

(an/ARD)