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Rechtsextreme Mitglieder von Gefängnisgang in den USA angeklagt

6.6.2019 23:30 Uhr

Neun Mitglieder der rechtsextremen Gefängnisgang "Aryan Brotherhood" wurden wegen Mordes an Mitinsassen und Drogenhandel angeklagt, wie das US-Justizministerium am Donnerstag verkündete.

Die Angeklagten säßen in "den sichersten Gefängnissen Kaliforniens", teilte das US-Justizministerium am Donnerstag mit. Sie verbüßten jetzt schon lebenslange Haftstrafen wegen Mordes. Im Zuge der Ermittlungen seien zudem fünf weitere Beschuldigte festgenommen worden, die sich bislang in Freiheit befanden, zwei weitere würden per Haftbefehl gesucht. Unter den Festgenommenen sei auch ein Anwalt.

Fünffacher Mord und Verschwörung

Das Ministerium teilte mit, den angeklagten Gangmitgliedern im Alter zwischen 44 und 66 Jahren werde fünffacher Mord und die Verschwörung zu weiteren Morden angelastet. Sie hätten aus dem Gefängnis heraus zudem mit Hilfe hineingeschmuggelter Mobiltelefone einen Drogenring gesteuert, der auf den Straßen von Städten Südkaliforniens und anderswo operiert habe. Dem Anwalt werde vorgeworfen, Drogen und Handys ins Gefängnis geschmuggelt zu haben.

Die Bürgerrechtsorganisation SPLC bezeichnet die 1964 gegründete "Aryan Brotherhood" ("Arische Bruderschaft") als die größte und tödlichste Gefängnisgang in den USA. SPLC-Angaben zufolge wird die Mitgliederzahl innerhalb und außerhalb der Gefängnisse auf rund 20 000 geschätzt.

(be/dpa)