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Rechte Szene schwerer zu überwachen

28.4.2019 14:59 Uhr

Die rechtsextreme Szene in Deutschland ist nach Einschätzung des Verfassungsschutzes zunehmend weniger organisiert, stark aufgesplittet, primär über das Internet "lose" verbunden und damit weit schwieriger zu überwachen. Man hat die Extremisten von den Straßen in den Untergrund getrieben und das scheint sich zu rächen.

Größere Organisationen, in denen sich potenzielle Straftäter sammelten, hätten kaum noch Einfluss, zitierte die "Welt am Sonntag" aus einer vertraulichen Analyse der Behörde. Als maßgebliche Akteure träten mittlerweile "vor allem wenig komplex organisierte Kleingruppen und Einzelpersonen in Erscheinung".

Unterschiedlichste Strömungen

Austausch und Radikalisierung passierten primär im Internet, über soziale Netzwerke und Messenger-Dienste. Deshalb sei die Überwachungsarbeit "deutlich arbeits- und personalintensiver" als zuvor. Der Verfassungsschutz war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

In unterschiedlichen Strömungen, aber auch außerhalb der organisierten Szene gebe es "rechtsterroristische Ansätze und Potenziale", zitierte die Zeitung aus dem Papier. Die Analyse des Verfassungsschutzes zeige allerdings auch, dass improvisierte Sprengstoffdelikte, Messerattacken und Brandstiftungen schlecht organisiert seien.

(ce/afp)