dpa

Rechte AfD-Splittergruppe fordert radikaleren Kurs

10.2.2019 10:33 Uhr

Den Verfassungsschutz im Nacken möchte sich die AfD ihrer radikalen Mitglieder entledigen - doch die AfD-Splittergruppe "Stuttgarter Aufruf" fordert einen noch radikaleren Kurs von der Parteispitze.

"Viele Mitglieder treibt genau die Sorge um, dass wir uns anpassen und anbiedern", sagte die baden-württembergische Landtagsabgeordnete Christina Baum am Samstag bei einem Treffen von Parteimitgliedern des rechten Rands in Burladingen auf der Schwäbischen Alb.

"Eigene innerparteiliche Spionagegruppe"?

Aus Angst vor einer Beobachtung durch den Verfassungsschutz habe die Partei eine "eigene innerparteiliche Spionagegruppe" eingerichtet. Baum warf dem AfD-Bundesvorstand vor, das Geschäft des politischen Gegners zu betreiben. Eigene Mitglieder würden diffamiert und ausgegrenzt. Das innerparteiliche Vorgehen gegen Mitglieder müsse ein Ende haben.

Der AfD-Bundesvorstand will derzeit eine drohende Beobachtung der Partei durch den Verfassungsschutz verhindern. Bei dem Treffen in Burladingen lud Baum AfD-Politiker ein, die derzeit vom Ausschlussverfahren konfrontiert sind - etwa den baden-württembergischen Landtagsabgeordneten Stefan Räpple, der nach mehreren Zwischenrufen im Dezember von der Polizei aus dem Landtag geführt werde musste. Baum war im Herbst auch Mitinitiatorin des "Stuttgarter Aufrufs", in dem AfD-Mitglieder Ordnungs- und Ausschlussverfahren gegen eigene Mitglieder kritisiert hatten.

(be/dpa)

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