Symbolbild: imago images / Le Pictorium

Rebellen töten mindestens fünf Menschen im Norden

16.8.2019 13:47 Uhr

Bei Rebellenangriffen im Norden Myanmars wurden am Donnerstag mindestens fünf Menschen getötet, wie staatliche Medien am Freitagmorgen berichten. Es handle sich um eine "nie dagewesene Eskalation" in dem Vielvölkerstaat.

Mitglieder dreier Rebellengruppen hätten sich für die Attacken auf fünf Militär- und Regierungseinrichtungen im Bundesstaat Shan und in der Region um die Stadt Mandalay zusammengeschlossen, berichtete die Zeitung «Global New Light of Myanmar» am Freitag. Die Angriffe erfolgten demnach am Donnerstagmorgen und trafen unter anderem eine Militärakademie.

"Nur der Beginn" weiterer Angriffe?

Beobachter sprachen von einer «nie dagewesenen Eskalation» im Konflikt zwischen den Rebellen und der Regierung in dem vorwiegend buddhistischen Vielvölkerstaat. Ein Sprecher der Rebellen sagte dem Nachrichtenportal «The Irrawaddy», die Attacken seien die Antwort auf eine Offensive des Militärs gegen eine der Gruppen im Staat Rakhine gewesen. Mehr als 30.000 Zivilisten seien vertrieben worden seien. Sie seien «nur der Beginn» weiterer Angriffe, sagte Tar Phone Kyaw von der Rebellengruppe Ta’ang National Liberation Army (TNLA) demnach. Neben der TNLA seien die Gruppen Arakan Army (AA) und Myanmar National Democratic Alliance Army (MNDAA) beteiligt gewesen.

Die verschiedenen Ethnien kämpfen vor allem um ein eigenes Gebiet, in dem sie die Kontrolle haben. Das Militär des südostasiatischen Landes hatte ihnen zuletzt Gebiete in den Staaten Rakhine und Shan genommen. Die Armee und die Regierung um Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi stehen vor allem wegen der Verfolgung der muslimischen Rohingya international in der Kritik.

(be/dpa)

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