epa/Ben Hajan

Rebellen auf den Philippinen geben Waffen ab

7.9.2019 19:39 Uhr

Im Süden der Philippinen haben mehr als 1.000 Kämpfer der größten muslimischen Rebellengruppe im Zuge eines Friedensabkommens mit der Übergabe ihrer Waffen begonnen. Präsident Rodrigo Duterte sprach bei der Zeremonie am Samstag in Sultan Kudarat auf der Insel Mindanao von einem weiteren Meilenstein im Friedensprozess zwischen der Regierung und der Rebellengruppe Moro Islamische Befreiungsfront (MILF).

Beide hatten 2014 ein Friedensabkommen unterzeichnet. Dieses sieht die Entwaffnung von 40 000 Rebellen sowie die Bildung einer autonomen islamischen Einheit vor. Der Inselstaat ist vorwiegend katholisch.

Konflikt fordert 150.000 Tote

Vor acht Monaten erfolgte die Unterzeichnung eines Gesetzes, wonach auf Mindanao das autonome muslimische Gebiet Bangsamoro entstehen soll. Die MILF hatte seit den späten 1970er Jahren für einen unabhängigen islamischen Staat in Mindanao gekämpft. Mindestens 150.000 Menschen starben in dem Konflikt. Nach Jahrzehnten der Verhandlungen willigte sie dann ein, eine Autonomie zu akzeptieren. In Mindanao sind allerdings auch andere Rebellengruppen aktiv.

MILF-Chef Murad Ebrahim meinte, die Aufgabe des bisherigen Rebellenlebens sei eine ziemliche Herausforderung für die Betroffenen, die viele Jahre lang für den Kampf ausgebildet worden seien. "Es war ein langer Weg für uns alle, und wir sind immer noch nicht der Zielgeraden nahe", sagte er.

(an/dpa)

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