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Razzien gegen rechtsextreme Hooligans

10.4.2019 9:38 Uhr

Am Mittwochmorgen hat die Polizei die rechtsextreme Hooligan-Szene ins Visier genommen: über 30 Durchsuchungen in vier Bundesländern gegen 20 Beschuldigte finden aktuell statt.

Es gebe aktuell über dreißig Durchsuchungen in Brandenburg und angrenzenden Bundesländern, teilte die brandenburgische Polizei am Morgen in Potsdam mit. Dabei gehe es um den Verdacht der Bildung einer kriminellen Vereinigung im Raum Cottbus. Die Verdächtigen stammten aus der Hooligan-, Kampfsport- und rechtsextremistischen Szene.

Cottbus, Frankfurt an der Oder, Görlitz und Co.

Nach Informationen des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) gab es Hausdurchsuchungen außer in Cottbus auch in Frankfurt an der Oder, Henningsdorf und Kolkwitz sowie im sächsischen Görlitz, in Kühlungsborn in Mecklenburg-Vorpommern und in Berlin. Die Zahl der Beschuldigten wurde auf 20 beziffert. Auf die Aktivitäten des Netzwerks seien auch die rechtsextremen Ausschreitungen in Chemnitz im vergangenen Sommer zurückzuführen. Konkret werde den Beschuldigten der Verstoß gegen insgesamt fünfzig Straftatbestände vorgeworfen. Es gehe unter anderem um Bedrohung, Körperverletzung, illegalen Waffenbesitz oder Steuerhinterziehung. Nach Informationen des Berliner "Tagesspiegel" sind unter den Verdächtigen Namen von Neonazis, die bereits in der Vergangenheit durch Gewalttaten aufgefallen seien.

(be/afp)