epa/Igor Petyx

Razzia gegen Mafia auf Sizilien

17.7.2019 22:47 Uhr

Bei einem Schlag gegen die Mafia in Sizilien haben Fahnder in Palermo 18 Verdächtige festgenommen. Wie die Polizei am Mittwoch auf einer Pressekonferenz mitteilte, stehen einige der Festgenommenen in Verbindung mit einem Gangster-Clan in New York.

Ein anderer sei der Bürgermeister einer Kleinstadt nahe Palermo. Bei der Razzia seien drei Millionen Euro sichergestellt worden.

Verbindungen zum New Yorker Gambino-Clan

Im Fokus der Ermittlungen stand demnach die Inzerillo-Familie. Sie sei ein bekanntes Mitglied der sizilianischen Mafia-Organisation Cosa Nostra, die in Palermo den Stadtteil Passo di Rigano kontrolliert habe. Die Inzerillos hätten demnach Kontakte zum berüchtigten Gambino-Clan in New York, der lange als größtes Verbrechersyndikat der USA angesehen wurde.

Die Familie habe Sizilien in den 1980er Jahren nach internen Streitigkeiten mit dem Anführer der Cosa Nostra verlassen, sei Anfang 2000 jedoch wieder aus den USA zurückgekehrt. "Sie haben versucht, wieder an die Macht zu kommen, aber es ist ihnen nicht gelungen", zitiert die Nachrichtenagentur Adnkronos Palermos Polizeichef Renato Cortese. Auch in den USA habe es Durchsuchungen und Festnahmen im Umfeld des Gambino-Clans gegeben, teilte die italienische Polizei mit.

(an/dpa)

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