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Rauswurf aus der SPD

23.6.2019 14:23 Uhr

Der niedersächsische SPD-Landtagsabgeordnete Jochen Beekhuis steht vor einem Parteiausschlußverfahren. Grund sollen angebliche abfällige Äußerungen über Frauen, Schwule und dicke Menschen in einem privaten Chat sein.

Wegen angeblicher Chats mit abfälligen Äußerungen über Frauen, Homosexuelle und dicke Menschen will die niedersächsische SPD ihren Landtagsabgeordneten Jochen Beekhuis aus der Partei werfen. Der SPD-Bezirk Weser-Ems kündigte am Wochenende ein Parteiordnungsverfahren gegen Beekhuis mit dem Ziel an, ihn aus der Partei auszuschließen. Außerdem forderte der Bezirk den 42-Jährigen auf, Ämter und Mandate zurückzugeben. Vorangegangen war eine Prüfung der Vorwürfe durch eine Untersuchungskommission der Partei.

Private Facebook-Chats gehackt

Die Anwältin von Beekhuis verwies in einer Stellungnahme darauf, dass es sich um gehackte private Facebook-Chats handele, die verfälscht und als Textzusammenschnitt in Umlauf gebracht worden seien. Unter Missachtung des Datenschutzes seien die Chats rechtswidrig veröffentlicht worden. Da Beekhuis der Abschlussbericht der Untersuchungskommission noch nicht vorliege, könne er sich inhaltlich dazu noch nicht äußern. In ihrem Bericht war die SPD zu dem Schluss gekommen, dass der Inhalt der in die Öffentlichkeit geratenen Chats echt ist.

(an/dpa)

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