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Rausgeschossen: Kopenhagen beendet Europa-Tournee von Basaksehir

5.8.2020 21:38 Uhr

Im Achtelfinal-Rückspiel beim FC Kopenhagen aus Dänemark war Endstation in der Europa League für Basaksehir, dem frischgebackenen Meister der türkischen Süper Lig. Mit 3:0 schossen die clever spielenden Dänen die Truppe aus Istanbul vom Platz und erreichten locker das Viertelfinale in Deutschland.

Von Beginn an machten die Dänen klar, wer hier in dem Spiel der Herr im Haus sein würde. Und bereits in der 4. Spielminute stellten die Jungs aus der Hauptstadt Dänemarks die Uhren aufs Weiterkommen gegen das Team aus Istanbul vom Bosporus. Guillermo Varela, der eine Saison in Hessen bei Eintracht Frankfurt kickte, setzte die blitzsaubere Flanke und in der Mitte war Jonas Wind kein laues Lüftchen, sondern ein ausgewachsener Sturm. Sein halber Flugkopfball saß und ließ Mert Günok im Kasten des Meisters aus der Türkei keine Chance – 1:0. Rasmus Falk hatte keine zehn Minuten später die Möglichkeit zu erhöhen, aber dagegen hatte Mert etwas. Das dänischeTeam steht, machte es dann sehr gescheit und ließ Basaksehir kommen, lockte den Gegner. Immer auf Konter wartend. IBB war aber insgesamt viel zu harmlos, aus dem Platzangebot etwas zu machen. Besonders Irfan Can Kahveci, abwanderungswilliger Aktivposten der Eulen, hatte einen echt gebrauchten Tag und brachte nichts zustande. Kurz vor der Pause aber dann doch noch zwei schnelle Chancen für Basaksehir. Zuerst scheiterte Alexandu Epureanu an Zeca und danach Eden Visca an Victor Nelsson. So ging es mit der knappen Führung für die Dänen in die Kabine.

Basaksehir chancelos gegen Kopenhagen im Telia Parken

Die Dänen kamen mit viel Dampf aus der Kabine und starteten druckvoll in die zweite Hälfte. Und das zahlte sich auch bald aus. Pep Mas Biel zirkelte in der 52. Minute den Ball in den Strafraum. Dort stand Mehmet Topal mit abgewinkeltem rechten Arm und an den ging der Ball. Klare Sache: Elfmeter. Das Duell in der 53. Minute hieß dann erneut Jonas Wind gegen Mert Günok und wieder war der Däne Sieger. Mit Druck schraubte er den Ball rechts oben in den Winkel – 2:0 und damit wäre Kopenhagen im Viertelfinale. Der türkische Meister brauchte also dringend ein Tor. In dem Wissen versuchte IBB nun druckvoller nach vorne zu kommen und schaffte so die gewünschten Räume für die Dänen. Das nutzte das Team von Stale Solbakken in der 62. Minute. Der Norweger trainierte für ein Jahr auch den 1. FC Köln. Rasmus Falk schnappte sich die Kugel und ließ die Gegner wie Slalomstangen stehen. Kurz zuvor waren die Defensivkräfte Mahmut Tekdemir und Mehmet Topal von Coach Okan Buruk aus dem Spiel genommen worden – kein gewinnbringender Zug. Am Strafraumeck zog Falk dann trocken ab und ließ Günok keine Chance zur Abwehr – 3:0. Damit war im Grunde klar, dass in der dänischen Hauptstadt die Messe gelesen war. Zwei Treffer würden selbst eingefleischte Optimisten Basaksehir nicht mehr zutrauen.

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Eine weitere Chance von Rasmus Falk folgte zeitnah, diesmal war aber Günok Herr des Kastens. Je länger das Spiel dauerte, desto mehr spürte man, dass IBB im Kopf abgeschlossen hatte. So waren wohl alle froh, als das Spiel abgepfiffen wurde und der FC Kopenhagen erstmals in seiner Vereinsgeschichte das Viertelfinale in der Europa League erreicht hatte.


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(ce)

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