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Rassistisches Foto aus 1984 von US-Gouverneur Ralph Northam aufgetaucht

2.2.2019 10:22 Uhr

Mit Ku-Klux-Klan-Kutte und "Blackface" hat sich der Gouverneur des US-Bundesstaats Virginia, Ralph Northam, während seiner Uni-Zeit 1984 ablichten lassen. Dafür musste er sich nun entschuldigen.

Das Foto, auf dem zwei Kostümierte in der typischen weißen Kutte des Ku-Klux-Klans sowie mit schwarz geschminkten Gesicht zu sehen sind, sei "eindeutig rassistisch und kränkend" gewesen, und er wolle sich für sein verletzendes Verhalten entschuldigen, erklärte der demokratische Politiker am Freitag. Das Foto aus dem Uni-Jahrbuch von 1984 war zunächst von einer Website ins Netz gestellt und dann von mehreren US-Medien übernommen worden. Wer von den beiden Kostümierten Northam ist, blieb offen. Die typische Kapuzenrobe des Ku-Klux-Klans erinnert an dessen grausame Lynchmorde an Afroamerikanern vor allem in den US-Südstaaten. Umstritten ist auch das sogenannte Blackfacing - die Methode, dunkel-geschminkte weiße Schauspieler die Rollen von Schwarzen auf der Bühne oder der Leinwand übernehmen zu lassen.

Rücktrittsrufe aus der eigenen Partei

Nach der Veröffentlichung des Fotos wurden Rufe nach dem Rücktritt des 59-jährigen Gouverneurs laut, darunter auch aus Northams eigener Partei. Das Bild rufe wieder "Jahrhunderte der Wut, Qualen und rassistischer Gewalt" hervor, erklärte der afroamerikanische US-Senator Cory Booker wenige Stunden nach seiner Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten. Es habe das Vertrauen in Northam erschüttert, deshalb sollte er zurücktreten, fügte Booker hinzu.Kaliforniens Senatorin Kamala Harris erklärte auf Twitter, der "Makel des Rassismus sollte keinen Platz haben in den Hallen der Regierung". Die Politikerin, deren Mutter aus Indien und Vater aus Jamaica stammt, will ebenfalls für die Demokraten bei der Präsidentschaftswahl 2020 antreten.

(be/afp)