Rassismus-Vorwürfe gegen Gucci - Luxusmarke nimmt Pulli vom Markt

8.2.2019 15:37 Uhr

Nach Dolce & Gabbana unterliegt nun auch Gucci den Rassimus-Vorwürfen: Wegen eines schwarzen Rollkragen-Pullovers wird dem italienischen Luxusmodehaus Gucci das Blackfacing vorgeworfen. Das Modehaus hat sich entschuldigt und den Pullover vom Markt genommen.

Gegen das italienische Luxusmodehaus Gucci sind Rassismus-Vorwürfe laut geworden. Grund dafür ist ein schwarzer Pullover, dessen Rollkragen sich tief ins Gesicht ziehen lässt und den Mund mit einer rot umrandeten Öffnung freilegt. In den sozialen Netzwerken wurde Gucci deswegen sogenanntes Blackfacing vorgeworfen - eine umstrittene, rassistische Praxis beispielsweise im Theater, um Schwarze darzustellen, indem man Weiße (stereotyp) schminkt.

Das in Florenz gegründete Unternehmen entschuldigte sich am Donnerstag für die "Beleidigung" und nahm den Pullover vom Markt. Vielfalt sei ein fundamentaler Wert, den Gucci hochhalte und respektiere, der bei jeder Entscheidung an erster Stelle stehe, erklärte Gucci auf Twitter.


(Screenshot: Twitter/@gucci)

Großer Skandal von Dolce & Gabbana in China

Im November hatte sich der italienische Modekonzern Dolce & Gabbana mit umstrittenen Werbespots in China Rassismus-Vorwürfe eingehandelt. Darin war eine Chinesin zu sehen, die versucht, Pizza, Pasta und sizilianisches Gebäck mit Stäbchen zu essen. Große Online-Händler des Landes verbannten daraufhin Produkte der Luxusmarke.

(gi/dpa)

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