Hürriyet

Rassismus: Basaksehir fordert lebenslange Sperre für Skandal-Schiedsrichter

11.12.2020 15:02 Uhr

Der türkische Meister Basaksehir fordert von der UEFA eine lebenslange Sperre für das gesamte Schiedsrichter-Team aus Rumänien, das die Skandal-Partie in der Champions League bei Paris Saint Germain geleitetet hatte. Der vierte offizielle Referee Sebastian Coltescu soll dabei den Istanbuler Assistenz-Trainer Pierre Webo aus Kamerun rassistisch beleidigt haben.

Basaksehir-Boss Göksel Gümüsdag sagte, dass er einen entsprechenden Brief an die UEFA geschickt habe. Zudem erklärte er, dass der 8. Dezember in die Geschichte des Sports eingehen werde. Dadurch, dass sich die Spieler beider Klubs geweigert haben, nach dem Vorfall weiterzuspielen, hätten sie ein Ausrufezeichen gegen Rassismus gesetzt. Trainer Okan ergänzte: "Wir hoffen, dass andere Spieler und alle Menschen auf der Welt diesen Kampf gegen Rassismus fortsetzen werden. Die Haltung der Klubs war bemerkenswert."

Minutenlange, hitzige Diskussionen

Nachdem sich Coltescu gegen den Kameruner Webo rassistisch geäußert haben soll, war die Partie PSG gegen Basaksehir am Dienstagabend unterbrochen worden. Beide Mannschaften verließen nach etwa einer Viertelstunde und minutenlangen, hitzigen Diskussionen beim Stand von 0:0 den Platz.

Coltescu war vorgeworfen worden, eine rassistische Formulierung für Schwarze benutzt zu haben, die im Deutschen inzwischen mit dem Begriff "N-Wort" umschrieben wird. Dieser Ausdruck war im leeren Prinzenpark-Stadion während der TV-Übertragung deutlich zu hören. Die Partie PSG gegen Basaksehir war am Mittwoch mit einem neuen Schiedsrichter-Gespann wiederholt angepfiffen worden. Paris gewann mit 5:1.

(mb)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.