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Rapinoe fit fürs Finale gegen Holland

6.7.2019 16:58 Uhr

Titelverteidiger USA kann im WM-Finale gegen Fußball-Europameister Niederlande am Sonntag (17.00 Uhr/ARD und DAZN) wohl wieder auf Superstar Megan Rapinoe bauen. "Ich gehe davon aus, dass ich morgen spielen kann. Ich fühle mich gut. Das ist alles, was ich sagen kann", sagte Rapinoe auf der Pressekonferenz vor dem Abschlusstraining für das Endspiel in Lyon.

Die Flügelspielerin hatte das Halbfinale gegen England (2:1) wegen einer leichten Oberschenkel-Zerrung verpasst. Nationaltrainerin Jill Ellis ist auch bei der ebenfalls am Oberschenkel verletzten Mittelfeldspielerin Rose Lavelle zuversichtlich: "Zu diesem Zeitpunkt ist keine Spielerin nicht einsetzbar, das ist ein gutes Zeichen für mich als Trainerin."

Große Spanne zwischen Preisgeld bei Frauen und Männern

Die Starspielerin hat vor dem Finale der Fußball-WM jedoch auch den Weltverband FIFA kritisiert, weil die Männer-Endspiele um die Copa America und den Gold Cup ebenfalls am Sonntag stattfinden. "Es ist eine furchtbare Idee, alles auf einen Tag zu legen. Es fühlt sich nicht an, als würde die FIFA die Frauen gleichermaßen respektieren", sagte Rapinoe am Tag vor dem Duell mit den Niederlanden.

Die 34-Jährige fragte auch die Journalisten auf der Pressekonferenz im Stade de Lyon: "Fühlt Ihr Euch dadurch nicht auch gering geschätzt?" Dass FIFA-Präsident Gianni Infantino angekündigt hat, das Preisgeld der Frauen-WM zur nächsten Ausgabe auf 60 Millionen Dollar verdoppeln zu wollen, ist Rapinoe nicht gut genug - zumal die Prämien für die Männer-WM 2022 in Katar von 400 auf 440 Millionen Dollar steigen.

Megastar kritisiert die WM in Katar

"Wenn Frauenfußball dir wirklich wichtig ist, lässt du dann den Abstand anwachsen?", fragte Rapinoe. Sie wirft der FIFA vor, vorhandenes Potenzial nicht auszuschöpfen. "Die Ressourcen sind da, die Bereitschaft, die Intelligenz und die Leute sind da, es ist nur die Frage, ob man es wirklich will und ob es einem wichtig genug ist", klagte die Flügelspielerin.

Vielsagend schob die Trump-Kritikerin und Aktivistin hinterher: "Wir schaffen es, eine WM in Katar zu ermöglichen. Das zeigt, wie wichtig ihnen die Männer-WM ist, wenn man all die Probleme dort betrachtet."

(ce/afp)

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