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Randale im bayerischen Abschiebeknast - 100.000 Euro Schaden

25.12.2018 15:01 Uhr

Es war an Heiligabend viel los im bayerischen Eichstätt, einem Örtchen mit 13.000 Einwohnern. Und eben einer Abschiebehaftanstalt. In der kam es in der "Heiligen Nacht" zu Randale. Zwei Abschiebehäftlinge - ein 35-jähriger Russe und ein 24-jähriger Aserbaidschaner - zerstörten Gegenstände und zündeten Kleidung an. Mehr als 90 Einsatzkräfte mussten ausrücken, den zerstörerischen Weihnachtswahnsinn zu bremsen.

Zwei Häftlinge einer Abschiebehaftanstalt im bayerischen Eichstätt haben an Heiligabend randaliert und nach Angaben der Polizei für rund 100 000 Euro Schaden gesorgt. Der 35 Jahre alte russische und der 24 Jahre alte aserbaidschanische Abschiebehäftling zerstörten zuerst eine Toilette, wie die Beamten am Dienstag mitteilten. Danach zündeten sie Kleidung an und schließlich beschädigte einer von ihnen mit einem abgebrochenen Tischbein verschiedene Einrichtungsgegenstände der Haftanstalt. Die Männer lösten einen Einsatz aus, an dem am Ende rund 90 Kräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst beteiligt waren.

Wegen der Rauchentwicklung durch das Feuer musste das betroffene Stockwerk evakuiert werden. Ein weiterer Häftling wollte die Gelegenheit den Angaben zufolge zur Flucht nutzen und überstieg eine sechs Meter hohe Mauer. Er kam aber nur bis zu einem gesicherten Innenhof, in dem er von Polizisten widerstandslos aufgegriffen wurde. Ein 26 Jahre alter Gefangener erlitt eine Rauchgasvergiftung und musste in ein Krankenhaus gebracht werden.

(ce/dpa)