dpa

Raketenbeschuss auf Israel, Luftangriffe auf Gaza

13.11.2018 11:00 Uhr

Militante Palästinenser im Gazastreifen setzen ihre heftigen Raketenangriffe auf Israel fort. In der Nacht seien rund 70 Geschosse aus dem Küstenstreifen abgefeuert worden, teilte das israelische Militär mit. Am Morgen habe die Israelische Armee jedoch das Wachsamkeitslevel für Anwohner nahe des Gaza-Streifens gesenkt, teilte die Times of Israel mit.

Derweil gehen die Angriffe auf den Gaza-Streifen weiter. Als Reaktion habe die Luftwaffe etwa 50 weitere Ziele der dort herrschenden Hamas und seiner militärischen Einrichtungen angegriffen. Bei den schweren Angriffen wurden seit Montagabend vier militante Palästinenser getötet, wie das Gesundheitsministerium in Gaza mitteilte.

Bei einem Raketenangriff in der israelischen Küstenstadt Aschkelon wurde ein Haus direkt getroffen. Dabei seien ein Mann getötet und eine Frau schwer verletzt worden, teilte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mit. Auch am Morgen gab es in Grenzorten Raketenalarm. Die Schulen in zahlreichen Städten, darunter auch Beerscheva und Aschkelon, sollten geschlossen bleiben.

Hamas droht mit erneuten Angriffen

Ein Sprecher des militärischen Hamas-Flügels drohte mit neuen Angriffen auf weiter entfernte israelische Ziele. Israels Sicherheitskabinett will über das weitere Vorgehen beraten.

Militante Palästinenser hatten Sonntagabend mehr als 300 Raketen und Mörsergranaten auf Israel abgefeuert, wie die israelische Armee mitteilte. Israel habe im Gegenzug mehr als 100 Ziele angegriffen.

Es handele sich um die intensivsten Angriffe seit dem Gaza-Krieg 2014, sagte der israelische Armeesprecher Jonathan Conricus am Dienstag. Das Abwehrsystem Iron Dome (Eisenkuppel) habe mehr als 100 der Geschosse abgefangen.

Ägyptische Bemühungen erfolglos

Die Angriffe begannen noch, während die ägyptische Regierung versuchte einen Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas auszuhandeln. Beobachter gingen zum damaligen Zeitpunkt noch von echten Fortschritten aus. Erst letzten Dienstag erlaubte die israelische Regierung, dass Qatar 15 Millionen Dollar in den Gaza-Streifen bringen durfte, damit diese ihre Angestellten entlohnen kann.

Der Konflikt begann, nachdem bei einer fehlgeschlagenen Operation einer israelischen Spezialeinheit in den Gazastreifen eingedrungen war. Bei dem Einsatz kamen sieben militante Palästinenser und ein israelischer Offizier ums Leben.

Daraufhin hatte eine Panzerabwehrgranate am Montag einen Bus nordöstlich des Gazastreifens getroffen, in dem mindestens ein israelischer Soldat schwer verletzt wurde.

(an/dpa)