epa/Vassil Donev

Raketeneinschlag in Bagdad

21.5.2019 0:32 Uhr

Scharfe Kritik an dem Raketenangriff auf die hoch gesicherte Grüne Zone in der irakischen Hauptstadt Bagdad hat nun Außenminister Heiko Maas geübt. "Wir glauben, dass die Spannungen mittlerweile so hoch sind, dass durch unvorhergesehene Ereignisse, durch Angriffe, Attacken, Anschläge - ohne dass klar ist, wem sie zuzuordnen sind - eine Eskalation der Gewalt in Gang gesetzt werden kann", sagte er am Montag in der bulgarischen Hauptstadt Sofia.

Am Sonntag war in der Grünen Zone, in der sich neben Regierungsgebäuden auch die US-Botschaft befindet, eine Rakete des Typs Katjuscha eingeschlagen und explodiert, ohne jemanden zu verletzen. Die jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump an den Iran auf Twitter wollte Maas nicht bewerten. "Ich habe schon vor einiger Zeit aufgehört, einzelne Tweets von Donald Trump zu kommentieren", sagte er.

Maas setzt auf Deeskalation

Konkret hatte Trump geschrieben: "Wenn der Iran kämpfen will, wird das das offizielle Ende des Iran sein. Droht nie wieder den Vereinigten Staaten!" Zuvor hatte sich der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden kämpferisch geäußert. Maas sagte, die Bundesregierung setze weiter auf Deeskalation und nutze dazu die Gesprächskanäle zu beiden Seiten. Er sei überzeugt, dass dies der einzige Weg sei.

Auch gegen das von Saudi-Arabien geplante Treffen arabischer Staaten zu der Iran-Krise hat Maas grundsätzlich nichts einzuwenden. Wenn es darum gehe, sich abzustimmen und in Kontakt zu bleiben, "dann muss das nicht schlecht sein", sagte er. Das Krisentreffen von Staatschefs aus fast zwei Dutzend Ländern ist für 30. Mai in Mekka geplant.

(an/dpa)

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