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Rahaf al-Kunun wartet in Thailand auf Ausreise in Drittland

8.1.2019 8:42 Uhr

Durch eine Online-Kampagne schaffte es die 18-jährige Rahaf, ihre Abschiebung in ihr Heimatland zu verhindern. Jetzt wartet sie auf die Weiterreise in ein sicheres Drittland. Zwischenzeitlich befindet sich Rahaf Mohammed al-Kunun in der Obhut des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR.

Den Flughafen von Thailands Hauptstadt Bangkok durfte sie inzwischen verlassen. Nach UN-Angaben wird es vermutlich mehrere Tage dauern, bis geklärt ist, wohin sie ausreisen kann.

Weiterreise nach Australien?

Die Frau, die nach eigenen Angaben von ihrer eigenen Familie misshandelt wurde, bemüht sich um Asyl. Angeblich hat sie ein Einreisevisum für Australien. Der UNHCR-Vertreter in Thailand, Giuseppe de Vicentiis, sagte: "Wir sind sehr dankbar dafür, dass die thailändischen Behörden Frau Al-Kunun nicht gegen ihren Willen nach Hause geschickt haben."

Die Macht der Sozialen Medien

Die Frau hatte sich bei einem Besuch in Kuwait von ihrer Familie abgesetzt und war nach Thailand geflogen. Dort hinderten sie die Behörden am Wochenende jedoch an der geplanten Weiterreise nach Australien und setzten sie fest. Mit einer Kampagne über den Nachrichtendienst Twitter gelang es ihr, internationale Aufmerksamkeit auf den Fall zu lenken. Inzwischen folgen ihrem Twitter-Konto mehr als 80.000 Menschen.

(be/dpa)