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Radikalisierter Häftling nach Gefängnisaufstand überwältigt

5.3.2019 21:07 Uhr

Nachdem ein radikalisierter Häftling zwei Aufseher mit einem Messer verletzt und sich stundenlang in einem französischen Gefängnis verschanzt hatte, konnte er überwältigt werden.

Am Dienstagabend nahmen Elitekräfte der Polizei den Mann gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin fest, wie Frankreichs Innenminister Christophe Castaner auf Twitter mitteilte. Laut Nachrichtenagentur AFP wurden die beiden bei der Intervention verletzt.

Frankreichs Justizministerin Nicole Belloubet hatte zuvor bei einer Pressekonferenz von einer terroristisch motivierten Tat gesprochen. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft übernahm nach eigenen Angaben die Ermittlungen.

Nach Angaben des Pariser Justizministeriums hatte sich der Gefangene am Dienstagmorgen mit seiner Lebensgefährtin in einem speziellen Familienbereich des Gefängnisses in Condé-sur-Sarthe aufgehalten und dort die Aufseher mit einem Keramikmesser attackiert. Die beiden Verletzten schweben demnach jedoch nicht in Lebensgefahr. Der Angreifer sitze eine 30-jährige Haftstrafe unter anderem wegen Freiheitsberaubung mit Todesfolge und Terror-Verherrlichung ab.

Die Zeitung "Ouest France" berichtete unter Berufung auf Gewerkschaftskreise, der Mann habe bei der Attacke "Allahu Akbar" ("Gott ist groß") gerufen.

(be/dpa)