Symbolbild: imago images / Arnulf Hettrich

Radfahrer in Herten durch Hochzeitskorso verletzt

21.4.2019 14:28 Uhr

Hochzeiten und Hochzeitskorsos, die völlig aus dem Ruder laufen, sorgen in der letzten Zeit bundesweit für Ärger. Wieder und wieder werden Straßen gesperrt, es gibt dumme und lebensgefährliche Fahrmanöver sowie reihenweise Gesetzesübertritte. Regeln scheint es nicht mehr zu geben. Ort des Geschehens war diesmal Herten im Ruhrgebiet. Dort wurde ein unbeteiligter Radfahrer verletzt und die türkische Hochzeitsgesellschaft setzte sich lieber ab, anstatt dass sie half.

Bis zu 15 Fahrzeuge waren am Samstagabend in Herten im Ruhrgebiet unterwegs, um einen türkischen Hochzeitskorso zu bilden. Dabei wurde gehupt und gefeiert – was ja kein Problem darstellt. Problematisch waren die irrsinnigen und halsbrecherischen Überholmanöver, welche von den verantwortungslosen Fahrern durchgeführt wurden. Durch diese völlig enthemmte Fahrweise war ein Radfahrer zu einer Gefahrenbremsung gezwungen, bei der er die Kontrolle über sein Rad verlor und stürzte.

Feige Fahrerflucht, statt dem Opfer zu helfen und sich zu entschuldigen

Beim Sturz zog sich das Opfer Schürwunden zu. Nach einer ärztlichen Behandlung klagte der Radfahrer ferner über Schulter- und Kopfschmerzen. Doch anstatt sich um das Unfallopfer zu kümmern und sich zumindest zu entschuldigen oder einen Rettungswagen zu alarmieren, gab der feige Unfallverursacher Gas und beging eine Unfallflucht. Auch keines der anderen Kolonnenfahrzeuge sah sich veranlasst anzuhalten und nach dem Unfallopfer zu schauen. So ein Maß an Rücksichtslosigkeit macht nur noch fassungslos.

Die Polizei musste erst mit einem großen Personalaufgebot eine Fahndung starten, um des Unfallfahrers habhaft zu werden. Gestellt werden konnte die Hochzeitsgesellschaft am Glückauf-Ring in Herten-Langenbochum. Wie Zeugen den Beamten berichteten, sei von der Gesellschaft am Westerholter Weg auch ein Schuss abgegeben worden. Der Unfallverursacher konnte von der Polizei identifiziert werden und es wurden entsprechende Anzeigen aufgenommen.

In den letzten Wochen gab es bundesweit immer wieder derartige Vorkommnisse. Es ist nicht davon auszugehen, dass sich die Behörden derartigen Wahnsinn länger tatenlos anschauen und warten, bis das erste Todesopfer zu beklagen ist.

(Hürriyet.de)

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