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Rabenschwarzer Tag für Trabzonspor und Basaksehir

28.11.2019 21:38 Uhr, von Chris Ehrhardt

Gerade die Interviews von Basaksehir klangen vor dem Heimspiel in der Europa League gegen den AS Rom sehr zuversichtlich. Doch am Ende zählen auf dem Platz Taten und keine Interviews. Die Taten hatte die Roma und schenkte dem Heimteam in Istanbul drei Stück ein. Die 0:3-Heimniederlage lässt die Eulen auf den dritten Platz in der Gruppe J zurückfallen. Auch Trabzonspor war zuhause chancenlos und musst sich mit 0:1 dem spanischen Gast vom FC Getafe geschlagen geben.

Basaksehir stieg eigentlich recht gut in die Partie ein und setzte die Giallorossi gut unter Druck. Das Problem war, es kam nichts dabei rum, was auf der Anzeigetafel zählbar gewesen wäre. In der 16. Minute kam dann Pech hinzu, weil der starke Norweger Fredrik Gulbrandsen verletzt vom Feld musste. War vorher IBB recht nah an einem Tor, kam nun die Roma stärker auf und das rechnete sich in der 28. Minute. Mit Zug ging es aufs Tor und Mehmet Topal wehrte einen Schuss in der Box in Torwartmanier ab – dafür gibt es einen Elfer. Und den verwandelte der Franzose Jordan Veretout in der 30. Minute sicher – 0:1.


Das war dann der Bruch. In der 40. Minute machten die Giallorossi das Manko der türkischen Mannschaft schonungslos transparent. Lorenzo Pellegrini mit dem wunderbaren Lupferzuspiel auf den Niederländer Justin Kluivert und der nahm der hoffnungslos überalterten Hintermannschaft der Istanbuler auf vier Metern gefühlte acht Meter ab. Gegen seinen platzierten Schuss hatte Mert Günok nicht den Hauch einer Abwehrchance – 0:2. Noch vor dem Pausenpfiff machte der Bosnier Edin Dzeko in der 45. Minute den Sack final zu. Wieder war es Pellegrini, der durch die Vorarbeit glänzte und der abgezockte Bosnier hatte keine Mühe, Mert zu überwinden – 0:3 und damit war die Messe hier in Istanbul gelesen.

Getafe reichte ein Tor bei Trabzonspor

In der zweiten Hälfte taten die Giallorossi nicht mehr wirklich viel. Trauriges Highlight dann in der 54. Spielminute und das wird sicherlich noch ein Nachspiel für Basaksehir haben. Pellegrini, der zwei der drei Treffer vorbereitet hatte, fasste sich an den Kopf und blutete stark. Ein Wurfgeschoss hatte ihn am Kopf getroffen und eine Platzwunde hinterlassen. Er wurde behandelt und spielte dann mit einem Kopfverband weiter. Danach marschierte die Polizei auf und positionierte sich mit Schilden an der Eckfahne. Das muss nachhaltig von der UEFA bestraft werden. Damit war die Luft aus allem raus und mit dem 0:3 fällt Basaksehir auf den Dritten Platz der Gruppe J, denn Borussia Mönchengladbach konnte beim Wolfsberger AC mit 1:0 gewinnen.


Das, was die Zuschauer an der Schwarzmeerküste bei der Partie zwischen Trabzonspor und dem FC Getafe zu sehen bekamen, was grausamer Fußball. Trabzon wollte oder konnte nicht und Getafe musste nicht. Da reichte es dann, dass die Spanier in der 50. Minute einen schönen Angriff spielten. Der Brasilianer Kenedy marschierte fein über die linke Seite und zauberte einen blitzsauberen Pass in die Mitte. Da stand Jaime Mata viel zu frei, konnte den Ball perfekt kontrollieren und in den Kasten zwirbeln – 0:1. Danach hätte man auch abpfeifen können, denn es tat sich nichts mehr.


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