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R. Kelly plädiert auf nicht-schuldig

6.6.2019 20:09 Uhr

Der Staatsanwaltschaft hatte erst vor wenigen Wochen die Anklageschrift mit elf weiteren Anklagepunkte gegen den Sänger R. Kelly ausgeweitet, unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger. Am Donnerstag ließ Kelly bei einem Gerichtstermin in Chicago über einen von seinem Anwalt verlesene Aussage erneut auf nicht-schuldig plädieren.

Mit der Erklärung bestritt der R&B-Sänger die elf neuen Anklagepunkte, mit denen die Staatsanwalt zuletzt die Anklageschrift gegen den 52-Jährigen ausgeweitet und erheblich verschärft hatte. Auch in den bereits früher von den Ermittlern vorgebrachten Anklagepunkten hatte er auf nicht-schuldig plädiert. Kelly droht eine jahrzehntelange Haftstrafe. Die neu in die Anklageschrift aufgenommenen Beschuldigungen wegen sexueller Attacken beziehen sich alle auf den Fall eines einzigen mutmaßlichen Opfers, das schon in der bisherigen Anklageschrift eine Rolle spielte und von den Ermittlern nicht namentlich genannt wird. Insgesamt bezieht sich die Anklage auf von vier Frauen erhobene Vorwürfe schweren Missbrauchs. Drei von ihnen waren zum Zeitpunkt der angeführten Taten noch minderjährig.

Sex mit einer 14-Jährigen?

Die Ermittler verfügen nach eigenen Angaben über ein Video, das Kelly beim Sex mit einer 14-Jährigen zeigt. Anwalt Greenberg sagte am Donnerstag gleichwohl zu Reportern, diese Frauen seien "keine Opfer".Der in den neunziger Jahren durch den Hit "I Believe I Can Fly" weltberühmte gewordene Kelly wird seit vielen Jahren des sexuellen Missbrauchs beschuldigt. Er wurde im Februar festgenommen, aber gegen Kaution freigelassen.

(be/afp)