imago images / ZUMA Press

R. Kelly: Missbrauchsanklage weiter ausgeweitet

31.5.2019 11:39 Uhr

Zu der Anklage gegen Sänger R. Kelly sollen laut Berichten der "Chicago Tribune" elf weitere Anklagepunkte hinzugekommen sein, unter anderem der Vorwurf schwerer sexueller Übergriffe, wie sie unter Berufung auf Gerichtsdokumente berichteten. Auf diese stehe eine Höchststrafe von 30 Jahren Haft.

Die elf Anklagepunkte beziehen sich demnach auf eine der vier Frauen, die den Musiker beschuldigen, sie vor Jahren missbraucht zu haben. Kellys Anwalt Steve Greenberg sagte, die Anklagepunkte seien nicht wirklich neu. Vielmehr sei der Musiker in einem bestehenden Fall erneut angeklagt worden. Ein Sprecher des Sängers teilte mit, Kelly weise weiter alle Anschuldigungen zurück: "Er hält an seiner Unschuld fest." Am 6. Juni müsse Kelly erneut vor Gericht erscheinen, hieß es.

Der R&B-Sänger ("I Believe I Can Fly") war Ende Februar wegen sexuellen Missbrauchs in zehn Fällen aus den Jahren 1998 bis 2010 angeklagt worden. Drei der vier Opfer seien damals jünger als 17 Jahre gewesen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Vor Gericht plädierte der Musiker auf nicht schuldig. Er hatte damals ein Wochenende im Gefängnis in Chicago verbracht und war dann gegen Kaution freigekommen.

Die ersten Anschuldigungen gegen den aus Chicago stammenden Musiker mit dem bürgerlichen Namen Robert Kelly waren vor rund 20 Jahren bekannt geworden. Neues Aufsehen erregten Vorwürfe der TV-Dokumentation "Surviving R. Kelly" Anfang Januar.

(be/dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.