epa/Aleksey Nikolskyi

Putin würdigt Rolle der Kirche

7.1.2020 12:52 Uhr

Russlands Präsident Wladimir Putin hat anlässlich des orthodoxen Weihnachtsfests die Rolle der Kirchen gewürdigt. Sie stärkten die geistigen und moralischen Grundlagen der Gesellschaft, sagte er einer Mitteilung des Kremls vom Dienstag zufolge.

Zudem bewahrten sie das historische und kulturelle Erbe. «Eine solch fruchtbare Arbeit ist sehr wichtig und verdient die tiefste Anerkennung», schrieb der Kremlchef weiter.

Staatsnahe Kirche?

Putin sprach explizit die Russisch-Orthodoxe Kirche und andere christliche Konfessionen an. Kritiker werfen der orthodoxen Kirche eine zu große Nähe zum russischen Staat vor. Der Präsident feierte Weihnachten in seiner Heimatstadt St. Petersburg. Dort besuchte er einen Gottesdienst in der Kirche, in der er getauft worden war.

Viele orthodoxe Christen feiern Weihnachten am 7. Januar. Weil mehrere orthodoxe Kirchen dem julianischen Kalender folgen, begehen sie die Geburt Christi 13 Tage später als die katholische Kirche und die Protestanten, die sich nach dem gregorianischen Kalender richten. Etwa 300 Millionen Menschen gehören der orthodoxen Kirche an.

Der russisch-orthodoxe Patriarch Kirill hielt in der Nacht zum Dienstag einen Gottesdienst in der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau. Mehrere Tausend Menschen nahmen daran teil, darunter Regierungschef Dmitri Medwedew.

(an/dpa)

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