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Putin und Erdogan sprechen über Waffen und Syrien

7.4.2019 23:24 Uhr

Am Montag wird Präsident Erdogan in Moskau erwartet. Bei Gesprächen mit Kremlchef Putin stehen unter anderem die Waffenlieferungen, die Lage in Syrien und der Ausbau der Handelsbeziehungen auf dem Programm.

Bei dem Treffen in Moskau dürfte es auch um den umstrittenen Verkauf russischer Flugabwehrsysteme vom Typ S-400 an die Türkei gehen. Die USA kritisieren, dass ein Nato-Land russische Waffen kauft. Erdogan hatte dies verteidigt, weil die Russen ein besseres Angebot gemacht hätten als USA für ihre Patriot-Anlagen. Im Juli sollen die Lieferungen beginnen.

Vier-Augen-Gespräche geplant

Bei ihrem Treffen wollen Putin und Erdogan auch über die Lage im Syrienkrieg sprechen, wie der Kreml in Moskau mitteilte. Dabei gehe es um den von Russland geforderten Abzug der US-Truppen aus Syrien. Russland unterstützt dort den Machthaber Baschar al-Assad, die Türkei dagegen die Opposition. Geplant seien auch - wegen einiger heikler Fragen - Vier-Augen-Gespräche, hieß es.

Sprechen wollen die beiden Staatschefs zudem über den Bau der Gaspipeline Turkish Stream, durch die Ende des Jahres das erste Gas fließen soll. Zudem gehe es um den Bau des ersten Atomkraftwerks in der Türkei. Die von Russland gebaute Anlage Akkuyu soll 2023 zum 100. Jahrestag der Gründung der türkischen Republik in Betrieb gehen.

Eröffnung des russisch-türkischen Kultur- und Tourismusjahrs

Am Abend wollen die beiden Staatschefs im berühmten Bolschoi Theater das russisch-türkische Kultur- und Tourismusjahr eröffnen. Gezeigt wird die türkische Opern-Ballett-Produktion «Troja». Zuletzt war Erdogan Mitte Februar in Russland gewesen. In Sotschi am Schwarzen Meer führte er mit Putin und dem iranischen Präsidenten Hassan Ruhani Gespräche zur Lösung des Syrien-Konflikts.

(be/dpa)