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Putin und Erdoğan sprechen über Syrien

23.1.2019 17:18 Uhr

Es ist die erste Auslandsreise von Präsident Recep Tayyip Erdoğan in diesem Jahr. In Moskau hat er sich mit dem russischen Machthaber Wladimir Putin über die Lage in Syrien unterhalten.

Die Zusammenarbeit beider Länder mache den Nahen Osten sicherer, sagte der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdoğan. Das staatliche russische Fernsehen zeigte live, wie Kremlchef Wladimir Putin seinem Gast kondolierte wegen des Todes türkischer Seeleute im Schwarzen Meer. Die Männer waren beim Brand zweier Flüssiggastanker vor der Küste der Halbinsel Krim getötet worden.

Acht Treffen im letzten Jahr

Putin und Erdoğan haben sich im vergangenen Jahr acht Mal getroffen. Bei der ersten Begegnung 2019 sollte es vor allem um die veränderte Lage in Syrien gehen nach dem angekündigten Truppenabzug der USA. Diese haben bislang kurdische Kräfte im Osten des Bürgerkriegslandes unterstützt. Die Türkei will einen kurdischen Machtbereich an ihrer Grenze verhindern. Russland möchte, dass dieses Gebiet wieder unter Kontrolle der syrischen Regierung kommt.

Zugleich hat die Türkei Probleme, die entmilitarisierte Zone in der syrischen Rebellenhochburg Idlib durchzusetzen. Die Terrorgruppe HTS hat dort zuletzt Geländegewinne erzielt, weshalb Syrien und Russland mit einem Angriff ihrer Streitkräfte drohen.

(be/dpa)