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Putin informiert Merkel

28.10.2019 15:42 Uhr

Über die Lage in Syrien hat Russlands Präsident Wladimir Putin Angela Merkel (CDU) informiert. Das hat nun der Kreml erklärt. Der russische Präsident Wladimir Putin hat nach Kremlangaben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) telefonisch über die Lage in Syrien informiert.

Dabei legte der Kremlchef mit Blick auf die russisch-türkischen Vereinbarungen vom 22. Oktober Augenmerk darauf, dass die territoriale Unversehrtheit Syriens wieder hergestellt werden müsse. Die Russen fordern den Abzug aller US-Truppen.

Putin und Merkel seien sich einig gewesen, dass die Vereinbarungen einer Stabilisierung der Lage im Nordosten Syriens dienten, hieß es in einer vom Kreml am Montag veröffentlichen Mitteilung. Zuvor hatte Putin auch mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron über die Lage in Syrien gesprochen.

Kreml prüft Vorschlag von AKK

Unklar war, ob Putin und Merkel auch über den Syrien-Vorschlag von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) gesprochen haben. Die Ministerin hat eine von UN-Truppen geschützte Sicherheitszone im Grenzgebiet zur Türkei vorgeschlagen, was vom Koalitionspartner SPD nicht unterstützt wird.

Der Kreml hatte mitgeteilt, einen solchen Vorschlag zu prüfen. Der russische Außenminister Sergej Lawrow äußerte sich zuletzt zurückhaltend und verwies auf die bestehenden russisch-türkischen Abmachungen.

Bei dem Telefonat ging es nach Kremlangaben auch um die neuen Gespräche über einen neuen Gastransitvertrag zwischen der Ukraine und Russland am Montag in Brüssel. Die Verhandlungen auf Ebene der Energieminister hatten bisher keinen Erfolg gebracht. Der Vertrag über den Transit von russischem Gas in die EU läuft Ende des Jahres aus. Russland hatte angeboten, den Vertrag um ein Jahr zu verlängern, sollte nicht rechtzeitig eine neue Vereinbarung getroffen werden.

(an/dpa)

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