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Putin überwacht Militärübung vor annektierter Halbinsel Krim

9.1.2020 19:45 Uhr

Nach seinem Besuch in Istanbul ist Kremlchef Putin auf die ukrainische Halbinsel Krim gereist, um dort eine große Militärübung vor der Küste zu beaufsichtigen.

Dabei überwachte Putin, der auch Oberbefehlshaber ist, Teststarts von Kalibr-Marschflugkörpern und Kinschal-Hyperschall-Raketen, wie der Kreml mitteilte. Hyperschall-Raketen gelten als Prestigeprojekt Putins. Nach Angaben von Experten ist Russland das erste Land, das ballistische Interkontinentalraketen mit Hyperschallwaffen in Betrieb genommen hat. Der Kreml-Chef war an Bord des Kreuzers "Marschall Ustinow", um sich die gemeinsamen Manöver der Nord- und Schwarzmeerflotte anzuschauen. An den Übungen im Schwarzen Meer vor der Krim nahmen unter anderem mehrere Fregatten, ein U-Boot-Abwehrschiff, ein U-Boot und Kampfflugzeuge teil.

Annexion Auslöser für Ostukraine-Konflikt

Russland hatte die zur Ukraine gehörende Krim 2014 annektiert, kurz darauf begann der Ostukraine-Konflikt. Seitdem wurden über 13.000 Menschen getötet.Laut Kreml wurden bei der Militärübung einige Kinschal-Raketen im Testgebiet abgefeuert. Putin hatte das Waffensystem im Jahr 2018 zusammen mit einer Reihe weiterer Atomwaffen vorgestellt. Ende Dezember 2019 wurde dann die Hyperschallwaffe Awangard in Betrieb genommen, wie Verteidigungsminister Sergej Schoigu verkündete. Die Awangard-Interkontinentalraketen haben den Russen zufolge eine Reichweite von 4000 Kilometern. Die Fluggeschwindigkeit wurde von der Regierung in Moskau mit Mach 20 angegeben, der 20-fachen Schallgeschwindigkeit. Sogar eine Geschwindigkeit von Mach 27 soll möglich sein - das wären mehr als 33.000 Kilometer pro Stunde.

(be/afp)

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