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Prozess um Brandanschlag auf Roma-Familie in Ulm begonnen

11.5.2020 12:28 Uhr

Am Montag hat vor dem Landgericht Ulm der Prozess gegen drei Jugendliche begonnen, die im baden-württembergischen Erbach einen Brandanschlag auf eine Roma-Familie verübt haben sollen. Den zur Tatzeit 17, 18 und 19 Jahre alten Angeklagten wirft die Staatsanwaltschaft gemeinschaftlichen versuchten Mord und Brandstiftung vor. Sie sollen die Tat aus fremdenfeindlichen und antiziganistischen Motiven geplant und begangen haben.

Die Jugendlichen sollen im Mai 2019 nachts von einem Auto aus eine Wachsfackel in Richtung eines Wohnwagens geworfen haben, in dem zwei Menschen schliefen. Nur durch Zufall habe die Fackel ihr Ziel verfehlt und keinen Schaden anrichten können. Das Verfahren wird vor der großen Jugendkammer verhandelt. Ein Teil der attackierten Familie tritt als Nebenkläger auf. Das Gericht setzte 20 Verhandlungstage bis Ende September an.

(gi/afp)

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