afp

Proteste gegen Einbürgerungsrecht: Fünf Menschen getötet

21.12.2019 10:17 Uhr

Vier Menschen erlagen nach Zusammenstößen mit der Polizei am Freitag im nordöstlichen Bundesstaat Uttar Pradesh ihren Schussverletzungen, wie ein Polizeisprecher der AFP sagte.. Ein achtjähriger Junge kam bei einer Massenpanik ums Leben.

In der heiligen Stadt Varanasi kam laut Polizei ein achtjähriger Junge bei einer Panik während einer Demonstration von rund 2500 Menschen ums Leben.Damit stieg die Zahl der Toten allein vom Freitag laut Polizei auf elf. Zehn davon seien durch Schüsse getötet worden, sagte der Sprecher. Ihre Fälle würden untersucht. Landesweit wurden seit Beginn der Proteste 20 Menschen getötet. Auslöser ist ein vor Kurzem vom Oberhaus verabschiedetes Staatsbürgerschaftsgesetz. Es sieht für nicht-muslimische Einwanderer aus Indiens Nachbarstaaten Bangladesch, Pakistan und Afghanistan Vereinfachungen bei der Einbürgerung vor. Kritiker halten der hinduistisch-nationalistischen Partei BJP von Premierminister Narendra Modi vor, mit der Neuregelung Muslime zu diskriminieren. Indien ist mehrheitlich hinduistisch.

(be/afp)

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