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Proteste bei Hauptversammlung von RWE

3.5.2019 20:54 Uhr

Vor den Aktionären hat RWE-Chef Rolf Martin Schmitz für den Umbau des Versorgers zum Ökostromerzeuger geworben. Begleitet wurde er dabei von Protesten der Klimaschützern "Fridays for Future".

"Sauberen und sicheren Strom zu erzeugen - dieses Ziel treibt uns an", sagte der Manager am Freitag auf der Hauptversammlung in Essen. Durch den Deal mit E.ON werde sich der Versorger zu einem der führenden Produzenten von Strom aus Erneuerbaren Energie weltweit wandeln. Schon in einem Jahr werde RWE kaum wiederzuerkennen sein.

RWE hatte im März vergangenen Jahres mit E.ON für einen Paukenschlag gesorgt. Sie wollen die RWE-Tochter Innogy zerschlagen. E.ON übernimmt das Vertriebs- und Netzgeschäft, RWE das Ökostromgeschäft von Innogy und das von E.ON. Der Deal soll bis Ende des Jahres abgeschlossen werden.

Proteste gegen RWE (Bild: epa/Sascha Steinbach)

Vor der Essener Grugahalle demonstrierten Umweltschützer gegen den Versorger, der wegen seiner vielen Kohlekraftwerke seit Jahren in der Kritik steht. "Braunkohle Irrsinn - Das können wir uns nicht mehr leisten" war auf Plakaten zu lesen oder "Wer zu spät kommt, den bestraft das Klima".

Auch mehrere Hundert Anhänger der Klimaschutzbewegung "Fridays for Future" demonstrierten am Versammlungsort. RWE-Chef Schmitz richtete sich in der Halle auch an sie. "Fridays for Future hebt ein Thema deutlich hörbar auf die Tagesordnung und rückt es so ins Bewusstsein aller. Doch zum Fordern gehört auch das Machen." Dafür stehe RWE. Doch in vielen Debatten komme das Machbare zu kurz. "Das ist schade."

(an/dpa)